Bitcoin-Wale ziehen sich zurück – droht die nächste Abwärtswelle?
Der Krypto-Markt stabilisiert sich nach den jüngsten Verlusten leicht – doch On-Chain-Daten senden ein klares Warnsignal: Große Bitcoin-Investoren kaufen nicht mehr.
Bitcoin notiert aktuell bei rund 73.000 US-Dollar und liegt damit etwa 0,7 Prozent über dem Vortagesniveau. Im Wochenvergleich steht jedoch ein Minus von rund sechs Prozent zu Buche. Ethereum hat die psychologisch wichtige 2.000-Dollar-Marke knapp zurückerobert und legt rund 1,5 Prozent zu. Solana und XRP verzeichnen je etwa zwei Prozent Tagesplus, während Tron als einziger der zehn größten Kryptowährungen im Minus notiert. Die Marktstimmung bleibt trotz der leichten Erholung angespannt: Der Crypto Fear and Greed Index liegt bei 23 Punkten und signalisiert weiterhin extreme Angst.
Wale stoppen ihre Käufe – ein beunruhigendes Signal
Das eigentlich kritische Signal kommt von der On-Chain-Seite. CryptoQuant-Daten zeigen, dass Wallets mit 1.000 bis 10.000 Bitcoin – die klassischen Wal-Adressen – ein negatives Bestandswachstum aufweisen. Auch bei kleineren institutionellen Akteuren lässt die Nachfrage deutlich nach. Solche Phasen, in denen große Marktteilnehmer ihre Akkumulation einstellen, gingen in der Vergangenheit häufig längeren Perioden schwacher Kursentwicklung voraus. Rund 40 Prozent des gesamten zirkulierenden Bitcoin-Angebots befinden sich laut aktuellen Daten derzeit im Verlust – ein erheblicher Angebotsüberhang, der den Aufwärtsdruck strukturell begrenzt.
Bitcoin-Dominanz hoch – Altcoins weiter im Schatten
Die Bitcoin-Dominanz verharrt bei über 57 Prozent, was auf anhaltende Zurückhaltung im Altcoin-Segment hindeutet. Kapital rotiert in einem Risk-off-Umfeld bevorzugt in Bitcoin – oder verlässt den Krypto-Markt ganz. Für eine nachhaltige Erholung bräuchte der Markt ein klares Signal der Wale, wieder aktiv zu werden. Solange das ausbleibt, bleiben die Voraussetzungen für einen stabilen Aufwärtstrend schwach.
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