Bitcoin vor Richtungsentscheidung: VanEck sieht stärkstes Kaufsignal seit 2023

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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

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VanEck hat am 24. April 2026 im Mid-April Bitcoin ChainCheck das stärkste Doppelsignal seit 2023 identifiziert – eine Kombination aus historisch negativen Futures-Funding-Rates und einem deutlich rückläufigen Hash-Rate. Bitcoin notiert dabei bei rund 77.635 US-Dollar, rund 62 Prozent unterhalb des Allzeithochs von 126.198 US-Dollar aus Oktober 2025, und steht technisch vor einer Richtungsentscheidung, die Anleger seit Wochen beobachten.

Negative Funding Rates und Hash-Rate-Rückgang – das Doppelsignal im Detail


Das Kernstück von VanEcks Analyse sind zwei gleichzeitig auftretende On-Chain- und Derivate-Indikatoren. Die Funding Rates an den Bitcoin-Futures-Märkten haben über mehrere Wochen hinweg negatives Terrain gehalten und den tiefsten Stand seit 2023 erreicht – der 7-Tage-Durchschnitt lag zuletzt bei minus 1,8 Prozent, was dem zehnten Perzentil seit Ende 2020 entspricht.

Das bedeutet konkret, dass der Markt strukturell short-lastig positioniert ist: Trader, die auf fallende Kurse wetten, zahlen derzeit eine Prämie an Long-Positionen. Historisch lieferte Bitcoin bei negativen Funding Rates laut Bitcoin Magazine eine durchschnittliche 30-Tage-Rendite von 11,5 Prozent mit einer Trefferquote von 77 Prozent für positive Ergebnisse. Lagen die annualisierten Funding Rates sogar unter minus 5 Prozent, stiegen die durchschnittlichen 30-Tage-Renditen auf 19,4 Prozent und die 180-Tage-Renditen auf 70 Prozent.

Gleichzeitig fiel die Hash-Rate um 6,7 Prozent – der dritte Rückgang seit Dezember 2025 und damit die dichteste Cluster-Bildung seit dem chinesischen Mining-Verbot im Jahr 2021. VanEck wertet diese Konstellation als zusätzliches Bullish-Signal: „In sechs von sieben vergleichbaren Fällen stieg der Bitcoin-Kurs über die folgenden 90 Tage deutlich an“, so VanEck in seiner Auswertung.

Chart displaying Bitcoin price movements with marked support and resistance levels.
Photo by AlphaTradeZone on Pexels

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Historische Parallelen: Was nach vergleichbaren Signalen geschah


Der aktuelle Signalmix weist Parallelen zu mehreren historischen Wendepunkten auf. Im Jahr 2020, als Funding Rates nach dem Corona-Crash in negatives Terrain rutschten und Miner unter Druck gerieten, folgte eine Rallye von über 300 Prozent innerhalb von zwölf Monaten. Das Muster aus negativen Funding Rates kombiniert mit Hash-Rate-Schwäche tauchte zuletzt vergleichbar nach dem Mining-Exodus aus China im Jahr 2021 auf.

Wichtig ist dabei die Einschränkung: Historische Muster sind Orientierungsrahmen, keine Garantien. Die Trefferquote von 77 Prozent bedeutet umgekehrt, dass in rund einem Viertel der Fälle keine positive 30-Tage-Performance folgte. Dennoch stuft VanEck die aktuelle Datenlage explizit als zunehmend bullish ein.

80.000 US-Dollar – die technische Schlüsselmarke für den nächsten Schritt


Technisch konzentriert sich alles auf die 80.000-US-Dollar-Marke. Bitcoin ist seit Februar 2026 bereits vier Mal an diesem Niveau gescheitert – ein Widerstand, der sich zunehmend als entscheidende Schwelle für den weiteren Kursverlauf etabliert hat. Die monatlichen Bollinger Bänder signalisieren dabei eine bevorstehende explosive Kursbewegung, wobei der Widerstand bei 80.000 US-Dollar als entscheidend gilt.

A stack of gold and silver Bitcoin coins on a reflective black surface.

Sollte Bitcoin die 80.000-US-Dollar-Zone nachhaltig überwinden, würde sich das technische Bild schlagartig verbessern. Die realisierte Volatilität ist zuletzt von rund 56 auf 41 Prozent gesunken – eine Kompression, die typischerweise einer beschleunigten Bewegung vorausgeht. Auf der Unterseite gilt der Bereich um 75.000 US-Dollar als maßgebliche Supportzone, deren Unterschreiten das bullishe Szenario strukturell infrage stellen würde.

Institutionelle Nachfrage und das bullishe Basisszenario


Parallel zu den On-Chain-Signalen verdichten sich die institutionellen Kapitalströme. MicroStrategy erwarb am 20. April 2026 zusätzliche 34.164 BTC für 2,54 Milliarden US-Dollar und hält damit nun über 815.000 BTC – 3,8 Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots. Michael Saylor meldete für die ersten drei Aprilwochen eine Bitcoin-Rendite von 6,2 Prozent, entsprechend 3,6 Milliarden US-Dollar an unrealisierten Gewinnen.

Close-up of Bitcoin coins with a vibrant background and MicroStrategy logo overlay.

Bitcoin-ETFs verzeichneten zuletzt Zuflüsse von 819 Millionen US-Dollar innerhalb einer einzigen Woche. BlackRocks IBIT allein verbuchte an einem Tag Zuflüsse von 284 Millionen US-Dollar. Bloomberg-Analyst Eric Balchunas bestätigte, dass die ETF-Zuflüsse erstmals seit Monaten über alle Zeiträume hinweg positiv sind – die kumulierten Zuflüsse seit Auflage erreichten 58,55 Milliarden US-Dollar.

Im Basisszenario dürfte dieser institutionelle Kapitalzufluss in Kombination mit dem Short-Squeeze-Potenzial aus negativen Funding Rates Bitcoin schrittweise in Richtung 100.000 US-Dollar tragen – ein Upside von rund 28 Prozent vom aktuellen Niveau. Analysten sehen bei einer Rallye auf 86.000 US-Dollar zudem Potenzial für Altcoin-Gewinne von 30 bis 60 Prozent.

Risiken: Wann das Szenario nicht aufgeht


Das bullishe Setup steht und fällt mit dem Durchbruch über 80.000 US-Dollar. Scheitert Bitcoin erneut an dieser Marke, droht eine erneute Konsolidierungsphase, die Sentiment und ETF-Zuflüsse belasten könnte. Makroökonomisch bleibt das Fed-Meeting im Mai 2026 ein relevanter Risikofaktor: Sollte die US-Notenbank restriktivere Signale senden als erwartet, würde das den Rückenwind für risikobehaftete Assets dämpfen.

Zudem ist zu beachten, dass langfristige Halter – Kohorten mit sieben bis zehn sowie über zehn Jahren Haltedauer – ihr ausgegebenes Volumen zuletzt auf das 85. beziehungsweise 90. Perzentil der vergangenen vier Jahre erhöht haben. VanEck wertet dies nicht zwingend als Distributionssignal, doch es verdient Beobachtung. Ein Rückfall unter 75.000 US-Dollar würde die bullishe These strukturell entwerten.

Fazit: Signal ist stark – Bestätigung steht noch aus


Unterm Strich liefert VanEcks April-Analyse eines der dichtesten Bullish-Signalmuster seit Jahren: Negative Funding Rates auf dem tiefsten Stand seit 2023, ein Hash-Rate-Cluster ohne historisches Pendant seit 2021 und institutionelle Zuflüsse, die erstmals seit Monaten in allen Zeiträumen positiv sind. Die Voraussetzungen für eine Aufwärtsbewegung sind selten so klar formuliert worden.

Entscheidend bleibt jedoch die technische Bestätigung: Ohne einen nachhaltigen Ausbruch über die 80.000-US-Dollar-Marke bleibt das Signal ein Potenzial – kein vollendetes Setup. Genau solche Konstellationen sind es, in denen sich am Kryptomarkt oft die größten Chancen ergeben – sofern der Markt die Signale bestätigt.

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