Bitcoin startet schwach in den Juni – Iran-Konflikt und Long-Squeeze-Risiko belasten den Markt

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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

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Bitcoin fällt kurz nach dem Monatswechsel unter 73.000 Dollar, der Iran-Konflikt bleibt das beherrschende Thema – und On-Chain-Daten legen nahe, dass das Tief des aktuellen Zyklus möglicherweise noch nicht erreicht ist.

Der Wochenstart für Bitcoin verlief alles andere als ermutigend. Kurz nach dem wöchentlichen und monatlichen Kerzenschluss fiel BTC/USD unter 73.000 US-Dollar, ausgelöst durch neue Berichte über Militärschläge im Kontext des US-Iran-Konflikts. US-Präsident Donald Trump zeigte sich auf Truth Social demonstrativ gelassen: Iran wolle einen Deal, und dieser werde gut für die USA werden. Seine Empfehlung an besorgte Beobachter: einfach zurücklehnen und entspannen. Für den Bitcoin-Kurs reichte das als Beruhigungspille nicht aus. Die kurzfristig relevanten Handelszonen liegen bei 74.200 US-Dollar als Widerstand und 72.700 US-Dollar als Unterstützung – mit einem potenziellen Liquiditätsbereich rund um 72.000 US-Dollar im Fokus der Wale.

On-Chain-Warnsignal: Langfristhalter liefern kein Bodenzeichen

Besonders beunruhigend sind die On-Chain-Daten von CryptoQuant. Der steigende Anteil langfristiger Halter (LTH) am UTXO-Bestand – also Coins, die seit über sechs Monaten nicht bewegt wurden – gilt auf den ersten Blick als bullisches Zeichen. Tatsächlich spiegelt er jedoch laut Analyst AbstractRyu keine frische Nachfrage wider, sondern lediglich das Altern bestehender Positionen. Solange LTH-Coins nicht aktiv in Bewegung geraten – also eine echte Distributionsphase beginnt –, fehlt das klassische Bodenzeichen eines Zyklus. Das jüngste Rebound von rund 20.000 US-Dollar gegenüber den Februar-Tiefs reicht demnach nicht als Bestätigung für ein nachhaltiges Tief.

Long-Squeeze-Risiko wächst – Stimmung zu optimistisch

Ein weiteres Warnsignal liefern die Funding Rates. Auf rollender Drei-Tages-Basis nähern sie sich dem höchsten Stand seit Jahresbeginn – trotz seitwärts tendierender Kurse. Die Häufung von Long-Positionen bei stagnierender Preisentwicklung erhöht das Risiko eines Long-Squeeze, bei dem der Markt diese übermäßig bullischen Wetten durch einen Kursrückgang auf neue lokale Tiefs liquidiert. Das Krypto-Sentiment-Portal Santiment beschreibt die aktuelle Marktstimmung als die am stärksten einseitig-optimistische des gesamten Jahres 2026 – ein Kontrast, der angesichts anhaltend negativer ETF-Flows zur Vorsicht mahnt. Gegengewicht bieten mögliche Konjunkturdaten: Der ISM Manufacturing PMI, der seit drei Monaten über der Expansionsschwelle von 50 Punkten notiert, sowie die kommenden Arbeitsmarktdaten könnten als klassischer Rückenwind für Bitcoin fungieren.

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