Bitcoin Prognose: Trotz Kursanstieg – dieser Worst-Case droht

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Mar 2026
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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

Zuletzt aktualisiert am: 

Bitcoin zeigt sich zum Start in die neue Woche erneut erstaunlich robust. Der Kurs steigt am Ostermontag auf rund 68.900 US-Dollar, zeitweise sogar über 69.400 US-Dollar, obwohl die US-Futures weiter eher schwach tendieren.

Genau dieses Muster war schon nach der Eskalation rund um den Iran zu sehen: Während klassische Risikoanlagen unter Druck geraten, hält sich Bitcoin vergleichsweise stabil. Dennoch ist daraus noch kein echter Befreiungsschlag geworden.

Die Seitwärtsrange bleibt intakt, ein sauberer Ausbruch steht weiter aus. Gleichzeitig mehren sich warnende Stimmen. CryptoQuant verweist nun sogar auf ein mögliches Worst-Case-Szenario, das einen deutlich tieferen Rücksetzer in der Bitcoin Prognose denkbar macht.

Bitcoin Analyse: Dieser Worst Case droht laut CryptoQuant

CryptoQuant beziehungsweise der dort veröffentlichte Bericht von XWIN Research Japan zeichnet ein klar bearishes Risikoszenario. Ausgangspunkt ist nicht die Behauptung, dass Bitcoin fundamental wertlos sei, sondern dass der Markt aktuell stark von Liquidität, Makro-Stimmung und vor allem dem Terminmarkt abhängt.

Laut dem Report habe Trumps Iran-Rede vom 1. April die Hoffnung auf schnelle Deeskalation zerstört und damit einen breiten Risk-off-Impuls ausgelöst. Genannt werden dabei unter anderem steigende Ölpreise, ein festerer US-Dollar und höhere Volatilität. Genau diese Mischung könne die globale Liquidität verschlechtern und damit auch Bitcoin belasten.

Der Kern der Warnung liegt in der Struktur der CME-Bitcoin-Futures. Laut CryptoQuant ist das Open Interest dort sehr hoch und stark in kurzfristigen Kontrakten konzentriert. Das ist wichtig, weil damit die Preisfindung stärker durch gehebelte Positionen als durch echte Spot-Nachfrage geprägt wird. In einem nervösen Markt kann so aus normalem Verkaufsdruck schnell eine Kettenreaktion werden: Positionen werden liquidiert, Trader rollen nicht mehr weiter, zusätzlicher Verkaufsdruck entsteht. Genau diese Marktstruktur beschreibt CryptoQuant als fragil.

Im moderaten Negativszenario sieht XWIN Research deshalb einen Rückgang von etwa 70.000 auf 50.000 US-Dollar, also rund 25 bis 30 Prozent. Wenn zusätzlich ETF-Abflüsse und schwache Spot-Nachfrage anhalten, reiche das mittelfristige Abwärtsziel laut Bericht sogar in eine Zone zwischen 30.000 und 20.000 US-Dollar.

Im extremen Stressfall, etwa bei einer massiven Eskalation im Nahen Osten oder einer schweren globalen Liquiditätskrise, nennt der Report sogar 10.000 US-Dollar als theoretischen Worst Case. Das wäre keine Basisprognose, sondern ausdrücklich ein Extremszenario. Die eigentliche Botschaft ist daher: Bitcoin bleibt vorerst kein klassischer sicherer Hafen, sondern ein Asset, das stark an Liquidität und Marktstruktur hängt.

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Warum die aktuelle Angst am Markt sogar Hoffnung macht

Gerade die wachsende Angst am Kryptomarkt kann kurzfristig ein konstruktives Signal sein. Genau das legen die neuen Santiment-Daten nahe. Demnach ist das Verhältnis bullischer zu bearisher Kommentare auf X, Reddit, Telegram und anderen Plattformen zuletzt auf nur noch 0,81 zu 1 gefallen. Anders gesagt: Die Stimmung der Masse ist deutlich pessimistischer geworden. In Seitwärtsphasen und nach mehreren enttäuschenden Wochen ist das zunächst logisch. Viele Marktteilnehmer verlieren Geduld, rechnen mit weiter fallenden Kursen und werden vorsichtiger. Doch genau hier liegt der spannende Punkt.

An den Finanzmärkten entstehen Wendepunkte oft dann, wenn die Mehrheit bereits negativ positioniert ist. Wenn Angst, Zweifel und FUD dominieren, sind viele schwache Hände bereits verkauft oder stehen zumindest nicht mehr euphorisch auf der Käuferseite. Das reduziert das Risiko zusätzlicher Panikverkäufe. Gleichzeitig reichen dann oft schon kleinere positive Impulse aus, um eine Gegenbewegung auszulösen. Denn sobald die Erwartungen sehr niedrig sind, kann der Markt positive Überraschungen schneller einpreisen.

Die aktuelle Stimmung zeigt also nicht Stärke im Sentiment, sondern vielmehr eine Art Kapitulation im Kopf vieler Anleger. Konträr betrachtet ist genau das häufig der Nährboden für Rebounds. Solange Bitcoin sich trotz dieser pessimistischen Stimmung weiter stabil hält, spricht das eher für latente Stärke als für einen bereits gebrochenen Markt.

Die aktuelle Glassnode-Metrik liefert ein konstruktives Signal für Bitcoin. Seit Anfang März sind die Abflüsse von den Börsen so stark wie zuletzt rund um das Allzeithoch im Oktober des vergangenen Jahres. Das bedeutet: Investoren ziehen ihre BTC zunehmend von Exchanges ab, statt sie dort zum Verkauf bereitzuhalten.

Historisch spricht das eher für Akkumulation als für bevorstehenden Verkaufsdruck. Gerade in unsicheren Marktphasen ist das ein wichtiges Zeichen. Denn sinkende Bestände auf Börsen reduzieren das kurzfristig verfügbare Angebot. Das stützt den Preis und deutet darauf hin, dass ein größerer Abverkauf aktuell weniger wahrscheinlich ist – natürlich stets abhängig von den neuesten Bitcoin News.

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