Bitcoin Prognose: Es gibt immer mehr Hoffnungsschimmer
Der Kryptomarkt befindet sich weiterhin in einer schwierigen Phase. Der Bitcoin-Kurs hat in den vergangenen Wochen deutlich korrigiert, viele Altcoins stehen massiv unter Druck und die Stimmung unter Privatanlegern ist so schlecht wie lange nicht mehr. Der Crypto Fear & Greed Index ist zuletzt sogar auf einen Wert von 9 gefallen, ein Bereich, der klar als „Extreme Fear“ eingeordnet wird. Historisch betrachtet waren genau solche Phasen jedoch häufig Wendepunkte im Markt.
Extreme Angst als klassischer Kontraindikator?
Der Fear & Greed Index zeigt eindrucksvoll, wie stark die Unsicherheit derzeit ist. Immer wenn der Markt in den Bereich extremer Angst fällt, dominieren Kapitulation, Pessimismus und Zweifel. Anleger ziehen Kapital ab, verkaufen Positionen oder warten ab.
Doch ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass solche Extremwerte oft nahe lokaler Tiefpunkte aufgetreten sind. In früheren Marktzyklen folgten auf ausgeprägte Angstphasen nicht selten deutliche Erholungen.

(Fear and Greed Index – Quelle: Coinmarketcap)
Während die Masse vorsichtig agiert, scheinen andere Marktteilnehmer strategischer vorzugehen. Zumindest lassen die aktuellen Meldungen und die Zahlen rund um die Spot Bitcoin ETFs das vermuten.
Kapital fließt wieder in ETFs
Ein weiterer Hoffnungsschimmer kommt von den US-Spot-Bitcoin-ETFs. Nachdem es über längere Zeit zu erheblichen Abflüssen gekommen war, zeigen die jüngsten Daten wieder positive Nettozuflüsse.
Mehrere Tage in Folge verzeichneten die ETFs frisches Kapital, während sich der Bitcoin-Kurs stabilisierte. ETF-Zuflüsse gelten als besonders relevantes Signal, da hier echtes Kapital in physisch hinterlegte Bitcoin-Bestände fließt. Solche Bewegungen deuten darauf hin, dass institutionelle Investoren aktuelle Kursniveaus zunehmend als attraktiv einschätzen.
Goldman Sachs baut Krypto-Position aus
Auch auf institutioneller Seite verdichten sich die positiven Signale. Aus aktuellen 13F-Daten geht hervor, dass Goldman Sachs inzwischen rund 2,36 Milliarden US-Dollar in Krypto-Assets hält. Das ist ein Anstieg von etwa 15 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.
Die Aufteilung ist klar strukturiert, wobei das Unternehmen rund 1,1 Milliarden US-Dollar in Bitcoin hält. Etwa 1,0 Milliarde US-Dollar fallen auf Ethereum und auch kleinere Positionen in XRP und Solana finden sich in der Bilanz von Goldman Sachs.
Zwar entspricht das nur rund 0,33 Prozent der Gesamtallokation, doch die Symbolkraft ist erheblich. Dass eine der größten Investmentbanken der Welt ihre Position ausbaut, während der Markt unter Druck steht, spricht für eine langfristige Perspektive. Schnell wird deutlich, dass nur ein geringer Prozentsatz, der von großen Unternehmen wie Goldman Sachs in Bitcoin investiert wird, ausreichen würde, um den Kurs weit über die 100.000 Dollar Marke zu treiben.
Langfristige Halter akkumulieren wieder
Auch On-Chain-Daten liefern positive Signale. Die Menge an Bitcoin, die von langfristigen Haltern (Long Term Holder Supply) gehalten wird, ist nach Monaten der Distribution wieder deutlich gestiegen und nähert sich 14,3 Millionen BTC. In früheren Zyklen gingen neue Hochs in der LTH-Supply häufig einer stärkeren Kursbewegung nach oben um mehrere Monate voraus.
Parallel dazu zeigen Unternehmensdaten, dass öffentliche Firmen zwar rund 10.400 BTC verkauft haben, im selben Zeitraum jedoch mehr als das Dreifache dieser Menge akkumuliert wurde.
Besonders Unternehmen wie Strategy oder Strive haben ihre Bestände deutlich ausgebaut, aber auch andere nutzen die günstigen Kurse, um ihren Bitcoin-Anteil zu erhöhen oder erstmals auf die Kryptowährung zu setzen.
Mid-Cycle-Reset statt Top?
Die Kombination aus extremer Angst im Markt, steigender langfristiger Akkumulation, institutionellen ETF-Zuflüssen und wachsendem Engagement großer Banken spricht dafür, dass es sich möglicherweise um eine mittelfristige Bereinigung, einen „Mid-Cycle-Reset“, handeln könnte, statt um das finale Ende des Zyklus.
Natürlich bleibt die Volatilität hoch. Doch strukturell mehren sich die Hinweise, dass Kapital im Hintergrund weiter in den Markt fließt. Die Chancen stehen also gut, dass im Bereich um 60.000 Dollar in der vergangenen Woche tatsächlich der Tiefpunkt erreicht wurde und es nun zu einer langsamen, beständigen Erholung kommt.
