Bitcoin News: Bekommt BTC durch Fed Rückenwind?

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März 2026
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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

Zuletzt aktualisiert am: 

In den USA rückt die Regulierung des Bankensektors erneut in den Mittelpunkt des Kryptomarkts. Auslöser ist eine Ankündigung von Fed-Vizechefin Michelle Bowman, wonach die Federal Reserve in den kommenden Wochen Vorschläge zur Umsetzung der finalen Basel-III-Phase in den USA vorlegen will. Die Änderungen sollen nach ihren Worten Kapitalregeln modernisieren, doppelte Anforderungen abbauen und die Kalibrierung stärker an tatsächlichen Risiken ausrichten.

Für den Kryptomarkt ist das deshalb spannend, weil Bitcoin unter den bisherigen internationalen Basel-Standards als besonders kapitalintensiv gilt. In der Branche gibt es seit Langem Kritik daran, dass Banken für direkte Bitcoin-Exposures extrem hohe Kapitalpuffer vorhalten müssen. Sollte die US-Notenbank diesen Bereich künftig flexibler bewerten, könnte das die Tür für eine stärkere Einbindung von Bitcoin in das klassische Bankensystem öffnen. Eine direkte Bestätigung dafür gibt es bislang allerdings nicht.

Warum die Basel-Regeln für Bitcoin so wichtig sind

Der Kern des Problems liegt in der bisherigen Behandlung sogenannter unbesicherter Krypto-Assets. Nach dem Basel-Rahmen fallen Bitcoin und vergleichbare Token in die besonders strenge Kategorie Group 2. Für diese Klasse sieht das Regelwerk eine Risikogewichtung von 1250 Prozent vor. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich hat dazu bereits früher erläutert, dass eine solche Gewichtung dazu führt, dass Banken Kapital in Höhe des vollen Exposures vorhalten müssen, damit ein vollständiger Wertverlust abgefangen werden kann.

Genau dieser Ansatz gilt in der Kryptoindustrie als eines der größten Hindernisse für institutionelle Adoption über Banken. Wenn ein Institut für ein Bitcoin-Exposure praktisch eine vollständige Kapitalunterlegung braucht, wird es für viele Häuser wirtschaftlich unattraktiv, BTC direkt auf die Bilanz zu nehmen oder bestimmte Dienstleistungen rund um den Vermögenswert anzubieten. Das erklärt, warum ein großer Teil der Kryptoaktivität bislang eher bei spezialisierten Krypto-Plattformen, Verwahrern und Nichtbanken stattfindet.

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Was die Fed jetzt tatsächlich plant

Wichtig ist jedoch die Einordnung der aktuellen Nachricht. In ihrer Rede vom 12. März hat Michelle Bowman zwar angekündigt, dass in den kommenden Wochen neue Vorschläge zur US-Umsetzung von Basel III veröffentlicht werden sollen. Der Schwerpunkt ihrer Ausführungen lag aber vor allem auf klassischen Bankthemen wie Hypotheken, Mortgage Servicing, Kreditrisiken, Marktrisiken, dem G-SIB-Aufschlag und einer allgemeinen Vereinfachung des Kapitalrahmens. Sie sagte zudem, dass die kombinierten Vorschläge die Kapitalanforderungen in Summe nur um einen kleinen Betrag senken würden.

Öffentlich hat die Fed bislang nicht bestätigt, dass die anstehende Vorlage ausdrücklich auf Bitcoin oder andere Krypto-Assets abzielt. In Bowmans Rede taucht kein konkreter Hinweis auf eine unmittelbare Anpassung der Krypto-Risikogewichte auf. Deshalb wäre es verfrüht, aus der Ankündigung schon jetzt eine sichere Lockerung für Bitcoin abzuleiten. Der Markt spekuliert zwar auf eine Neubewertung, doch nach aktuellem Stand ist eher klar, dass traditionelle Aktivaklassen im Mittelpunkt des nächsten Entwurfs stehen.

Trotzdem könnte die Debatte für Bitcoin bullish sein

Auch wenn eine direkte BTC-Erleichterung noch nicht bestätigt ist, bleibt die Entwicklung politisch relevant. Denn die US-Regulierer zeigen in mehreren Bereichen, dass sie bestehende Finanzregeln neu kalibrieren wollen. Bowman betont ausdrücklich, dass Kapitalregeln nicht übermäßig strafend wirken und keine Aktivitäten unnötig in den weniger regulierten Nichtbankensektor verdrängen sollten. Genau dieses Argument verwendet die Kryptobranche seit Jahren im Zusammenhang mit Bitcoin.

Hinzu kommt, dass sich auch das regulatorische Umfeld in Washington weiter bewegt. Nach Berichten aus der US-Politik will der Senat zunächst über andere Vorhaben wie den SAVE America Act abstimmen. Eine größere Vorlage zur Krypto-Marktstruktur dürfte nach Aussagen von Mehrheitsführer John Thune wohl nicht vor April weiter vorankommen. Das zeigt, dass sich die Regulierung digitaler Assets zwar weiterentwickelt, politisch aber weiterhin von anderen Prioritäten überlagert wird.

Für Bitcoin wäre eine spätere Lockerung der Bankkapitalregeln trotzdem ein strategisch wichtiger Schritt. Sie könnte Verwahrung, Handel und bilanzielle Exposures bei großen US-Banken attraktiver machen und damit die Verbindung zwischen klassischem Finanzsystem und Bitcoin deutlich stärken. Noch ist das eher ein mögliches Szenario als eine bestätigte Entscheidung, aber allein die Debatte zeigt, wie stark sich Bitcoin inzwischen in Richtung regulierter Finanzinfrastruktur bewegt.

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Die neue Fed-Vorlage zu Basel III könnte für den Kryptomarkt wichtig werden, auch wenn ein direkter Bitcoin-Bezug bislang nicht bestätigt ist. Fakt ist, dass Bitcoin unter dem bisherigen Basel-Rahmen mit einer Risikogewichtung von 1250 Prozent besonders hart behandelt wird und genau das Banken seit Jahren von einem stärkeren Engagement abhält. Fakt ist aber auch, dass Bowmans bisherige Aussagen vor allem auf klassische Bankthemen wie Hypotheken und allgemeine Kapitalregeln zielen.

Damit bleibt vorerst ein gemischtes Bild. Kurzfristig sorgt die Nachricht für neue Hoffnung auf eine bankfreundlichere Behandlung von Bitcoin in den USA. Belastbar ist bislang jedoch nur, dass die Fed in Kürze einen neuen Basel-Entwurf vorlegen will und dass die Krypto-Regulierung in Washington insgesamt weiter in Bewegung bleibt.

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