Bitcoin Prognose: Massiver Abverkauf – das gab es zuletzt 2023

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März 2026
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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

Zuletzt aktualisiert am: 

Bitcoin bleibt nach dem Rutsch unter 60.000 US-Dollar angeschlagen. Zwar folgte zunächst ein kleiner Rebound, doch dieser wirkt bislang eher technisch als überzeugend. Rund um die psychologisch wichtige Marke fehlt es weiter an Momentum, während echter Käuferdruck kaum sichtbar wird.

Statt einer dynamischen Gegenbewegung bröckeln die Kurse immer wieder ab. Genau das ist kurzfristig problematisch: Wenn ein Markt nach einem klaren Support-Bruch nicht schnell zurückerobert wird, steigt die Gefahr weiterer Abgaben. Besonders Altcoins reagieren in einem solchen Umfeld meist noch sensibler. Die aktuelle Konsolidierung wirkt daher weniger wie Stärke, sondern eher wie eine fragile Ruhephase vor dem nächsten Impuls.

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Bärenmarkt-Signal? Bitcoin-Zuflüsse auf Binance und OKX explodieren

Besonders auffällig sind aktuell die On-Chain-Daten rund um die großen Kryptobörsen Binance und OKX. Laut der gezeigten CryptoQuant-Auswertung flossen zuletzt mehr als 550.000 BTC auf Deposit-Adressen, die mit diesen beiden Handelsplätzen verbunden sind. Davon entfielen rund 220.000 BTC auf Binance und etwa 330.000 BTC auf OKX. Solche Bewegungen sind deshalb relevant, weil Investoren Bitcoin häufig zunächst auf Börsen einzahlen, bevor sie verkaufen, absichern oder Liquidität bereitstellen.

Natürlich bedeutet nicht jeder Exchange-Zufluss automatisch einen unmittelbaren Verkauf. Dennoch sind derartige Größenordnungen ein klares Warnsignal. Die aktuellen Werte liegen deutlich über den üblichen Durchschnittsniveaus und erinnern laut der Analyse an Phasen, wie sie zuletzt im Bärenmarkt 2023 zu beobachten waren. Genau deshalb nimmt der Markt diese Entwicklung so ernst. Wenn große Mengen BTC auf Börsen gelangen, steigt zumindest das potenzielle Angebot, das kurzfristig auf den Markt treffen könnte.

Der Zeitpunkt verstärkt die Brisanz zusätzlich. Bitcoin hatte zuletzt erneut die Marke von 60.000 US-Dollar getestet und zeitweise unterschritten. Nach monatelanger Seitwärtsbewegung reagieren Anleger auf solche Schlüsselmarken besonders nervös. Wer bereits hohe Buchgewinne hat, könnte Gewinne sichern wollen. Wer spät eingestiegen ist, fürchtet dagegen einen größeren Rücksetzer und könnte aus Panik verkaufen.

Damit entsteht ein klassisches Risiko-Setup: Der Kurs zeigt wenig Stärke, die Gegenbewegung bleibt schwach, und gleichzeitig steigen die Börsenzuflüsse massiv an.

Das spricht nicht zwingend für einen sofortigen Crash, erhöht aber die Wahrscheinlichkeit weiterer Volatilität deutlich. Solange Bitcoin die 60.000-Dollar-Zone nicht überzeugend zurückerobert und neue Nachfrage sichtbar wird, bleibt das kurzfristige Bild angeschlagen. Gerade die Kombination aus schwachem Momentum und Bärenmarkt-ähnlichen Inflows deutet darauf hin, dass ein weiterer Rücksetzer jederzeit möglich bleibt.

Stock-to-Flow-Reversion: Warum Bitcoin jetzt günstig bewertet wirken könnte

Ein spannendes Gegengewicht zur kurzfristig schwachen Marktstruktur liefert aktuell die Stock-to-Flow-Reversion. Dieser Indikator misst, wie stark der Bitcoin-Kurs vom theoretischen fairen Wert des Stock-to-Flow-Modells abweicht. Vereinfacht gesagt: Liegt der Wert deutlich über 2,5 oder 3, deutet das historisch eher auf Überhitzung hin. Werte unter 1 gelten dagegen oft als Zone, in der Bitcoin im Verhältnis zum Modell eher unterbewertet erscheint.

Aktuell liegt die Stock-to-Flow-Reversion laut der gezeigten Analyse bei rund 1,1. Damit nähert sich Bitcoin wieder einem Bereich, der in früheren Marktphasen häufig mit Bodenbildungen oder zumindest attraktiveren Bewertungsniveaus verbunden war. Besonders interessant ist, dass der letzte kurze Rückgang unter 1 im September 2024 stattfand, als Bitcoin ebenfalls im Bereich um 57.000 US-Dollar notierte.

Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass sofort eine Rallye startet. Gerade kurzfristig können Panik, Exchange-Zuflüsse und schwaches Momentum den Markt weiter belasten. Dennoch zeigt der Indikator, dass Bitcoin aus langfristiger Sicht nicht überhitzt wirkt. Im Gegenteil: Während die Stimmung zunehmend bärisch wird, nähert sich die Bewertung wieder einer Zone, in der antizyklische Käufer historisch genauer hingeschaut haben. Genau daraus ergibt sich aktuell das Argument für eine vergleichsweise günstige Bewertung.

Liquidation-Heatmaps warnen: Bullenfalle?

Auch die Liquidation-Heatmaps sprechen aktuell eher für Vorsicht. Nach Einschätzung des Traders wurde der jüngste Bitcoin-Anstieg vor allem durch einen Liquiditätsgriff ausgelöst. Die positiven Nachrichten rund um Michael Saylor hätten Bitcoin kurzfristig nach oben gedrückt und dabei einen größeren Cluster an Short-Liquidationen im Bereich von 62.500 bis 63.000 US-Dollar abgeholt. Genau diese Liquidität scheint nun weitgehend bereinigt zu sein.

Spannend ist deshalb, was auf den kurzfristigen Heatmaps übrig bleibt. Auf 24- und 48-Stunden-Sicht liegt die nächste relevante Liquidität nun eher wieder unterhalb des aktuellen Kurses, besonders rund um 59.000 US-Dollar und im oberen 58.000-Dollar-Bereich. Auf Monatssicht bleibt sogar ein größerer Liquiditätspool um 50.000 US-Dollar sichtbar.

Damit fehlt kurzfristig ein klares Argument für eine nachhaltige Fortsetzung nach oben. Ohne neue Spot-Nachfrage könnte der jüngste Bounce eher ein temporärer Short-Squeeze gewesen sein als der Start eines echten Breakouts.

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