Bitcoin-ETFs verzeichnen stärksten Monat des Jahres – fast zwei Milliarden Dollar Zuflüsse im April
Trotz schwacher Schlusstage bleibt der April für Bitcoin-ETFs ein Erfolgsmonat. Auch Ethereum dreht erstmals seit Oktober wieder ins Plus – und XRP legt seinen stärksten Monat seit Dezember hin.
Der April war für US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs der bislang stärkste Monat des Jahres 2026. Mit Nettozuflüssen von knapp 2 Milliarden US-Dollar übertrafen die Produkte den März-Wert von 1,37 Milliarden US-Dollar deutlich. Begleitet wurde diese Entwicklung von einem Bitcoin-Kursanstieg von rund 12 Prozent – dem stärksten Monatsplus seit April 2025. Die kumulierten Nettozuflüsse seit dem Launch der Bitcoin-ETFs haben damit die Marke von 58 Milliarden US-Dollar überschritten. Auch im Jahresverlauf zeigen die Produkte nun ein positives Bild: Nach Abflüssen in Januar und Februar stehen für 2026 insgesamt rund 1,47 Milliarden US-Dollar Nettozuflüsse zu Buche.
BlackRock dominiert, Grayscale verliert erneut
Klarer Gewinner des Monats ist erneut BlackRocks iShares Bitcoin Trust ETF (IBIT), der allein rund 2 Milliarden US-Dollar an Zuflüssen einsammelte und damit den Gesamttrend maßgeblich prägte. Auf der Verliererseite steht wie gewohnt der Grayscale Bitcoin Trust ETF (GBTC), der im April Nettoabflüsse von rund 280 Millionen US-Dollar verzeichnete. Positiv hervorzuheben ist der erst seit dem 8. April gehandelte Morgan Stanley Bitcoin Trust ETF (MSBT), der im gesamten Monat keinen einzigen Tag mit Abflüssen aufwies und insgesamt rund 194 Millionen US-Dollar anzog. Die späten Abflüsse von rund 490 Millionen US-Dollar in den letzten drei Handelstagen des Monats konnten das insgesamt positive Bild nicht trüben.
Ethereum, XRP und Solana – breite Erholung im Altcoin-Segment
Die positive Stimmung griff im April auch auf Altcoin-ETFs über. Ethereum-Fonds verbuchten mit 356 Millionen US-Dollar ihre ersten monatlichen Nettozuflüsse seit Oktober 2025 – wenngleich die Produkte im Jahresverlauf mit rund 413 Millionen US-Dollar noch im Minus liegen. XRP-ETFs legten ihren stärksten Monat seit Dezember 2025 hin und sammelten 81,6 Millionen US-Dollar ein, womit die kumulierten Gesamtzuflüsse auf rund 1,3 Milliarden US-Dollar angewachsen sind. Solana-ETFs zeigten sich dagegen mit 38,7 Millionen US-Dollar im April vergleichsweise schwach – der kleinste monatliche Zufluss seit Auflegung der Produkte. Dogecoin-ETFs verbuchten 2 Millionen US-Dollar und setzten damit ihren langsamen, aber stetigen Wachstumskurs fort. Im Mai rückt nun die 13F-Berichtssaison in den Fokus, in der große Finanzinstitute erstmals ihre ETF-Positionen aus dem ersten Quartal 2026 offenlegen müssen.
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