Bitcoin-ETFs trotzen Nahost-Konflikt: 458 Millionen USD Zuflüsse am Montag
Trotz der Eskalation des Konflikts im Nahen Osten und der damit einhergehenden Unsicherheit an den globalen Märkten zeigen sich institutionelle Investoren in den USA unbeeindruckt. Die Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten am Montag (02.03.2026) einen massiven Kapitalzufluss, was auf eine tiefgreifende Veränderung der Marktstimmung hindeutet.
Institutionelles Interesse auf Rekordniveau
Der Wochenauftakt war geprägt von einer starken Kaufwelle:
- Netto-Zuflüsse: Die US-Bitcoin-ETFs verzeichneten am Montag 458,2 Millionen USD. Dies setzt den positiven Trend der Vorwoche fort, in der bereits 787,3 Millionen USD investiert wurden.
- Handelsvolumen: Mit rund 5,8 Milliarden USD erreichte das Handelsvolumen den höchsten Stand seit Anfang Februar.
- Kumulative Zuflüsse: Das gesamte Netto-Vermögen in diesen Fonds stieg damit auf beeindruckende 55,3 Milliarden USD.
BlackRock dominiert, Altcoins ziehen nach
Wie gewohnt führte der iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock das Feld mit Zuflüssen von 264 Millionen USD an. Auch die Konkurrenz von Fidelity (+95 Mio. USD) und Bitwise (+36 Mio. USD) konnte punkten. Interessanterweise schwappte der Optimismus auch auf Altcoin-Produkte über:
- Ethereum (ETH): 39 Millionen USD Zuflüsse.
- Solana (SOL): 17 Millionen USD Zuflüsse.
- XRP: 7 Millionen USD Zuflüsse.
“Panik wird durch Geduld ersetzt”
Analysten von CryptoQuant und Branchenkenner wie Samson Mow beobachten ein verändertes Marktverhalten. Während Bitcoin in früheren Monaten bei geopolitischen Krisen oft empfindlich korrigierte, “blinzeln” die Kurzzeithalter dieses Mal nicht. Mow betonte auf X, dass Bitcoin zwar unter Verkaufsdruck geriet, sich aber jedes Mal sofort wieder erholte.
Jan van Eck, CEO von VanEck, äußerte sich in einem CNBC-Interview ebenfalls optimistisch. Er sieht Bitcoin kurz vor einer Bodenbildung und erwartet eine schrittweise Erholung im laufenden Jahr, wobei der vierjährige Halving-Zyklus weiterhin als Preistreiber fungiere. Sogar JPMorgan bezeichnete die aktuelle Eskalation im Iran als “Kaufgelegenheit” und nicht als Grund für einen Marktaustritt, solange die Fundamentaldaten positiv bleiben.
