Bitcoin-ETFs: Erste Abflüsse nach siebentägiger Rekordserie
Nach einer beeindruckenden Phase von sieben aufeinanderfolgenden Tagen mit Zuflüssen in Höhe von insgesamt 1,2 Milliarden US-Dollar endete die Serie der US-Spot-Bitcoin-ETFs am Mittwoch, dem 18. März 2026, abrupt. Daten von Farside zeigen für diesen Tag Netto-Abflüsse von 163,5 Millionen US-Dollar. Angeführt wurde diese negative Bewegung vom Fidelity Wise Origin Bitcoin Fund (FBTC) mit Abzügen von etwa 104 Millionen US-Dollar, gefolgt vom iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock, der Abflüsse in Höhe von 34 Millionen US-Dollar verzeichnete.
Dieser Trendwechsel fiel zeitlich mit einem Kursrutsch von Bitcoin unter die Marke von 71.000 US-Dollar zusammen, nachdem die Kryptowährung erst Anfang der Woche die 75.000-Dollar-Marke überschritten hatte. Die plötzliche Korrektur ließ die Stimmung unter den Anlegern sichtlich kippen; der Crypto Fear & Greed Index stürzte zurück in den Bereich der „extremen Angst“. Marktbeobachter wiesen darauf hin, dass die ETFs damit nur knapp das Ziel verfehlten, ihre kumulierten Jahreszuflüsse für 2026 wieder in den positiven Bereich zu bringen.
Altcoin-ETFs folgen dem negativen Markttrend
Die pessimistische Stimmung übertrug sich am Mittwoch auch auf die Altcoin-ETFs, wobei Ethereum-Fonds mit Abflüssen von insgesamt 56 Millionen US-Dollar die größten Verluste hinnehmen mussten. Auch hier stand Fidelity im Zentrum der Rücknahmen: Der Fidelity Ethereum Fund (FETH) verzeichnete Abzüge von 37 Millionen US-Dollar, während aus dem Grayscale Ethereum Trust (ETHE) weitere 9 Millionen US-Dollar abflossen. Bei Solana-ETFs gab es mit rund 300.000 US-Dollar nur geringfügige Verluste, während XRP-ETFs keinerlei Kapitalbewegungen meldeten.
Analysten wie Kyle Rodda von Capital.com führen diese Marktschwäche auf ein volatiles makroökonomisches Umfeld zurück. Steigende Inflationsrisiken und explodierende Energiepreise infolge des anhaltenden Israel-Iran-Konflikts belasten die Risikobereitschaft der Investoren erheblich. Die Unsicherheit wird durch die jüngste Entscheidung der US-Notenbank Federal Reserve verstärkt, ihre Inflationsprognosen anzuheben, was den Markt zu einer Neubewertung der künftigen Zinserwartungen zwang und die Hoffnung auf baldige Lockerungen dämpfte.
Fed hält Leitzins stabil: Fokus auf Nahost-Konflikt
Im Rahmen der FOMC-Sitzung am Mittwoch gab die Federal Reserve bekannt, den Leitzins unverändert in einer Spanne von 3,5 % bis 3,75 % zu belassen. Fed-Chef Jerome Powell betonte in seiner Pressekonferenz, dass die Inflation mit über 2 % weiterhin „leicht erhöht“ bleibe und die wirtschaftliche Unsicherheit durch die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten erheblich zugenommen habe. Die Notenbank beobachte die Auswirkungen des Krieges auf die globalen Lieferketten und die Energiepreise sehr genau, bevor weitere geldpolitische Schritte unternommen werden.
Trotz der stabilen Zinsen reagierte der Kryptomarkt empfindlich auf die vorsichtigen Töne aus Washington. Anleger werteten die Kommentare als Zeichen dafür, dass das Hochzinsumfeld länger bestehen bleiben könnte als erhofft. Dies führte zu einer Flucht aus riskanten Assets wie Bitcoin und Ether, was den jüngsten Rückgang beschleunigte. Für die kommenden Tage wird entscheidend sein, ob die Unterstützung bei 70.000 US-Dollar hält oder ob die „extreme Angst“ zu weiteren Abverkäufen bei den institutionellen ETF-Produkten führt.
Übrigens: Diese Kryptowährungen bieten jetzt noch günstige Einstiegschancen