Blackrock dominiert Bitcoin-ETFs mit Rekordwoche im August
US-Spot-Bitcoin-ETFs haben laut SoSoValue in der ersten Augustwoche Nettozuflüsse in Höhe von 853,54 Millionen US-Dollar verzeichnet – die stärkste Woche seit dem 17. April. Blackrocks IBIT stellte mit 693,5 Millionen US-Dollar mehr als 80 Prozent der gesamten Zuflüsse und bestätigt damit erneut seine Sonderstellung unter den Spot-Produkten.
Fünf Tage im Plus, Höhepunkt am Mittwoch
An allen fünf Handelstagen legten die Fonds zu: Montag 170,09 Millionen US-Dollar, Dienstag 211,49 Millionen US-Dollar, gefolgt vom Wochenhöchststand von 244,42 Millionen US-Dollar am Mittwoch. Donnerstag und Freitag blieben mit 128,69 Millionen respektive 98,85 Millionen US-Dollar stabil im positiven Bereich. Neben IBIT trugen Fidelitys FBTC mit 116,5 Millionen US-Dollar und ARK 21Shares‘ ARKB mit 50,8 Millionen US-Dollar bei, während Bitwise‘ BITB 25,9 Millionen und Morgan Stanleys MSBT 21,4 Millionen US-Dollar einbrachten. Grayscales GBTC und der Bitcoin Mini Trust verzeichneten mit 7,5 respektive 6,8 Millionen US-Dollar deutlich kleinere Zuflüsse.
Gegenläufig entwickelten sich Vanecks HODL mit einem Abfluss von 53,6 Millionen US-Dollar sowie Invescos BTCO mit minus 12,7 Millionen US-Dollar. Die Woche markiert damit eine klare Trendwende gegenüber der Vorwoche, als Bitcoin-ETFs insgesamt 61,53 Millionen US-Dollar verloren und eine dreiwöchige Zuflussserie beendeten.
Ether zieht mit, Altcoin-Fonds stabilisieren sich
Ether-ETFs starteten die Woche mit einem Abfluss von 11,42 Millionen US-Dollar, drehten aber ab Dienstag ins Plus: 53,75 Millionen US-Dollar am Dienstag, 60,86 Millionen am Mittwoch, ein Spitzenwert von 92,15 Millionen am Donnerstag und 49,60 Millionen am Freitag. In Summe kamen die Ether-Produkte auf rund 245 Millionen US-Dollar Zufluss. Auch hier dominierte Blackrock: Rund 212 Millionen US-Dollar beziehungsweise etwa 87 Prozent der Kategorie entfielen auf die eigenen Ether-Vehikel.
Kleinere Krypto-ETFs schlossen die Woche ebenfalls mit Nettozuflüssen ab, wenn auch in deutlich geringerem Umfang. XRP-Produkte kamen auf rund 1 Million US-Dollar, nachdem sich Zu- und Abflüsse zwischen 1,15 Millionen am Montag und minus 3,58 Millionen am Mittwoch abgewechselt hatten. Solana-ETFs verbuchten ein Plus von 144.930 US-Dollar, während HYPE-Fonds nach drei negativen Wochen in Folge 2,84 Millionen US-Dollar anzogen – ein Muster, das sich auch bei anderen Solana-ETF-Produkten zuletzt beobachten ließ.
Makro-Umfeld bleibt zweischneidig
Fed-Gouverneurin Lisa Cook erklärte am Mittwoch, die Inflation sei nach wie vor zu hoch, da der PCE-Preisindex im Jahresvergleich bis Juni um 3,7 Prozent gestiegen war, und signalisierte Bereitschaft, höhere Zinsen mitzutragen, sollte sich die Preisentwicklung nicht abschwächen. Am Freitag lieferte dann der Arbeitsmarktbericht ein gegensätzliches Signal: Die Beschäftigung in den USA sank im Juli um 23.000 Stellen, die Arbeitslosenquote lag laut Bureau of Labor Statistics bei 4,1 Prozent.
Diese Kombination aus restriktiver Notenbank-Rhetorik und schwächeren Arbeitsmarktdaten dürfte die nächste ETF-Bewegung mitbestimmen, ohne dass sich daraus bereits eine eindeutige Richtung ableiten lässt. Wie schnell sich Zuflüsse in Abflüsse verwandeln können, zeigt der Blick auf frühere ETF-Abfluss-Phasen und deren Wirkung auf Kursziele. Für Blackrock bleibt die Marktführerschaft in beiden Kategorien unangefochten – ein Muster, das sich auch bei den jüngsten Solana-Fondsaktivitäten des Vermögensverwalters wiederholt.