Andreas Beck warnt vor fehlender Bewertungsgrundlage bei Bitcoin

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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

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Der renommierte Portfoliomanager Dr. Andreas Beck bleibt seiner kritischen Linie gegenüber Bitcoin treu, selbst nachdem die Kryptowährung im aktuellen Marktumfeld eine stabilere Performance als Gold gezeigt hat. In einem Gespräch mit Dr. Gregor Broschinski von Sparkasse Black analysierte Beck die Auswirkungen des Nahost-Konflikts auf die Weltwirtschaft. Während er die Anpassungsfähigkeit der Realwirtschaft lobte, äußerte er sich zum aktuellen Preisgefüge von Bitcoin gewohnt skeptisch und stellte die fundamentale Frage nach dem “fairen Wert” des digitalen Assets.

Die Skepsis gegenüber dem 75.000-Dollar-Preisschild

Obwohl Bitcoin derzeit bei rund 74.339 US-Dollar notiert und sich damit deutlich von seinem Tiefstand im Februar erholt hat, hinterfragt Beck die Dimensionen dieser Bewertung. „Wäre nicht 7.000 US-Dollar für den Bitcoin schon echt viel?“, gab er provokant zu bedenken. Für den Mathematiker und Finanzexperten fehlt bei Bitcoin weiterhin eine belastbare Bewertungsgrundlage, wie sie bei Unternehmen durch Cashflows oder bei Immobilien durch Mieteinnahmen existiert. Dass er seine private Position bereits im letzten Jahr gegen zwei Garagen in München getauscht hat, unterstreicht seine Präferenz für Sachwerte mit messbarem Ertrag.

Bitcoin vs. Gold in der Krisenbetrachtung

Im Vergleich zum klassischen Krisenprofiteur Gold sieht Beck den Kryptomarkt aktuell zwar im Vorteil, wertet dies jedoch lediglich als Momentaufnahme. Während Gold nach einer Überhitzung Ende Januar – als der Preis zeitweise auf 5.400 US-Dollar stieg – korrigieren musste, hielt sich Bitcoin trotz der geopolitischen Spannungen robust. Beck erkennt zwar an, dass Bitcoin als “digitales Gold” der jüngeren Generation wahrgenommen wird, warnt aber davor, kurzfristige Preisstabilität mit langfristiger Sicherheit gleichzusetzen.

Überraschung über institutionellen Erfolg

Trotz seiner fundamentalen Bedenken zeigt sich Beck beeindruckt von der institutionellen Adaption. Er räumte ein, die Geschwindigkeit, mit der Produkte wie der iShares Bitcoin Trust von BlackRock gewachsen sind, unterschätzt zu haben. Dass Schwergewichte wie Morgan Stanley und Goldman Sachs nun mit eigenen Produkten nachziehen, zeige eine neue Qualität der Marktdynamik. Dennoch bleibt der Portfoliomanager bei seinem Urteil: Die Integration von Bitcoin in sein “Global Portfolio One” steht aktuell nicht zur Debatte, da die ökonomische Logik hinter der digitalen Knappheit für ihn nicht vollständig schlüssig bleibt.

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