Bitcoin News: Ross Gerber warnt vor Michael Saylors Strategie

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März 2026
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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

Zuletzt aktualisiert am: 

In den aktuellen Bitcoin News argumentierte Ross Gerber, CEO von Gerber Kawasaki Wealth and Investment Management, diese Woche, dass Gold für alltägliche Transaktionen weiterhin einfacher zu handhaben sei als Bitcoin. Damit belebte er eine langjährige Debatte über den realen Nutzen des digitalen Assets neu.

Diese Kommentare fielen zusammen mit einem scharfen Angriff auf die Strategie von Michael Saylor (NASDAQ: MSTR). Gerber warnte laut einer Notiz, die Benzinga vorliegt, dass das Unternehmen Bitcoin „nuken“ (zerstören) könnte, falls sein gehebeltes Akkumulationsmodell scheitert.

Gerbers Argumentation zum Nutzwert stützt sich auf eine einfache Beobachtung: Gold kann weltweit an weitaus mehr physischen Orten getauscht werden als Bitcoin – selbst nach Jahren, in denen die Branche das Zahlungspotenzial der Kryptowährung betont hat.

Der Trader Scott Melker widersprach dieser Darstellung. Er argumentierte, dass krypto-gebundene Visa- und Mastercard-Karten es Inhabern bereits ermöglichen, Bitcoin an fast jeder Verkaufsstelle auszugeben, die Plastikkarten akzeptiert.

Diese Unterscheidung ist für die Beobachtung der Bitcoin-Adoption entscheidend, da Zahlungen über Karten-Netzwerke über einen Verwahrer laufen, der BTC am Point of Sale in Fiat-Währung umwandelt, anstatt dass Händler Bitcoin direkt on-chain akzeptieren.

Bitcoin News: Saylors Hebel-Modell in der Kritik

Gerbers gezieltere Kritik richtet sich gegen den Ansatz der Strategie, Aktien zu verkaufen, um Bitcoin-Käufe zu finanzieren. Er hinterfragte, warum ein Investor eine verwässerte Beteiligung mit einem Aufschlag auf den zugrunde liegenden Vermögenswert akzeptieren sollte. Diese Dynamik zeigt sich in der Aktie des Unternehmens, die etwa beim 1,61-fachen ihrer Bitcoin-Bestände gehandelt wird.

„Die Tatsache, dass sie Aktien zu einer überhöhten Bewertung verkaufen können, um dann Bitcoin zu kaufen, ist eine wahnsinnig schlechte Rechnung für den Investor. Warum sollte man 100 $ in Bitcoin für 200 $ kaufen?“

Gerber sagte, dass die periodischen harten Korrekturen von Bitcoin das Unternehmen zu Verkäufen zwingen könnten, falls die schuldenfinanzierte Struktur unter Druck gerät. Er bezeichnete dieses Szenario als den Mechanismus, der die Kryptowährung „nuken“ könnte.

Das Unternehmen entgegnete, dass sein Wechsel hin zu unbefristeten Vorzugsaktien (Perpetual Preferred Stock), die kein Fälligkeitsdatum haben, die Firma selbst bei einem Kurseinbruch von 80 % vor erzwungenen Liquidationen schütze.

Laut der letzten Offenlegung hielt das Unternehmen 629.376 BTC im Wert von mehr als 72 Milliarden Dollar, nachdem weitere 430 BTC für rund 51,4 Millionen Dollar hinzugefügt wurden. Dennoch blieb die Performance der Aktie hinter der Preisentwicklung von Bitcoin selbst zurück.

Bitcoin-Miner setzen verstärkt auf KI

In weiteren Bitcoin News hinterfragte Gerber zudem, ob das Fundament des Bitcoin-Netzwerks schwächer wird, da große Miner ihre Infrastruktur verstärkt in Richtung künstlicher Intelligenz (KI) und Hochleistungsrechnen umleiten.

Dieser Trend ist bereits dokumentiert: Mehrere börsennotierte Miner haben bereits Mining-Kapazitäten in KI-Hosting-Verträge umgewandelt. Ein Beispiel dafür ist die jüngste KI-Leasingvereinbarung von Riot Platforms.

Core Scientific beispielsweise wandelt eine 300-Megawatt-Anlage in Texas, die einst für das Bitcoin-Mining genutzt wurde, in einen KI-Rechenzentrumscampus um. Die Einnahmen aus der Standortvermietung (Colocation) übersteigen dort mittlerweile die Erträge aus dem eigenen Mining digitaler Assets.

Prognosen von CoinShares deuten darauf hin, dass die Mining-Einnahmen bei Minern mit bedeutenden KI-Verträgen von etwa 85 % des Gesamtumsatzes Anfang 2025 auf unter 20 % bis Ende 2026 fallen könnten.

Diese Umverteilung von Kapital bedeutet nicht das Ende des Bitcoin-Minings, aber sie zeigt, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zunehmend das KI-Hosting gegenüber der reinen Hash-Rate-Produktion begünstigen. Diese Spannung stützt einen Teil von Gerbers Skepsis, ohne jedoch seine Behauptung zu beweisen, dass die KI-Umstellungen der Miner das Aufwärtspotenzial des Netzwerks dauerhaft begrenzt haben.

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