XRP Prognose: Es wird immer schlimmer

XRP gehört weiterhin zu den beliebtesten Kryptowährungen in der Community. Doch diese Popularität spiegelt sich aktuell kaum im Kurs wider. Der Altcoin steckt tief im Bärenmarkt und notiert inzwischen mehr als 70 Prozent unter seinem Allzeithoch. Zuletzt hat sich die technische Lage sogar noch einmal verschärft: XRP beendete die vergangene Handelswoche bei rund 1,02 US-Dollar und damit auf dem niedrigsten Wochenschluss seit fast zwei Jahren.
Das Momentum bleibt klar schwach. Damit rückt nun vor allem die psychologisch wichtige Marke von 1 US-Dollar in den Mittelpunkt. Ein nachhaltiger Bruch könnte den Verkaufsdruck kurzfristig noch einmal deutlich erhöhen.
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XRP bei 1,02 Dollar: Jetzt droht der nächste technische Rückschlag
Der jüngste Wochenschluss von XRP unterstreicht, wie angeschlagen das Chartbild derzeit ist. Wie der Krypto-Analyst „That Martini Guy“ hervorhebt, schloss XRP die Woche bei rund 1,029 US-Dollar und damit so niedrig wie seit nahezu zwei Jahren nicht mehr. Für ihn handelt es sich um einen ernst zu nehmenden technischen Breakdown. Schließlich befindet sich XRP bereits seit dem Hoch bei etwa 3,65 US-Dollar in einer ausgeprägten Abwärtsbewegung. Zwischenzeitliche Erholungen konnten den übergeordneten Trend bislang nicht nachhaltig drehen.
Besonders relevant wird nun die Marke von 1 US-Dollar. Psychologische Kursniveaus besitzen an den Kryptomärkten häufig eine hohe Bedeutung, weil sich dort Orders bündeln und viele Marktteilnehmer ihre Entscheidungen an solchen runden Marken ausrichten. Fällt XRP deutlich unter 1 US-Dollar, könnte dies deshalb weitere Stop-Loss-Orders auslösen und zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugen. Gleichzeitig würde ein solcher Schritt das ohnehin schwache Momentum bestätigen.
Der Analyst stellt allerdings auch die entscheidende Gegenfrage: Ist der aktuelle Einbruch lediglich der Beginn einer noch tieferen Korrektur oder nähert sich XRP bereits einer Kapitulationsphase? Gerade starke Ausverkäufe können langfristig schließlich auch neue Chancen schaffen, wenn schwache Marktteilnehmer den Markt verlassen und sich anschließend ein belastbarer Boden bildet.
Noch gibt es dafür jedoch keine eindeutige Bestätigung. Solange XRP tiefere Hochs und tiefere Tiefs ausbildet und die Marke von 1 US-Dollar unter Druck bleibt, dominiert technisch weiterhin die Vorsicht. Erst eine sichtbare Stabilisierung und anschließend zurückkehrendes Kaufmomentum würden das Bild wieder aufhellen.
Auch die Netzwerkaktivität bleibt schwach: XRP zeigt weiter keine Trendwende
Nicht nur der Kurs von XRP liefert derzeit ein angeschlagenes Bild. Auch die On-Chain-Daten von Glassnode deuten bislang nicht darauf hin, dass sich fundamental bereits eine nachhaltige Trendwende vorbereitet. Besonders interessant ist hier das Active Address Momentum. Die Kennzahl vergleicht die Zahl aktiver XRP-Adressen mit einem kurzfristigen 30-Tage-Durchschnitt und einem langfristigen 365-Tage-Durchschnitt. Steigt der kurzfristige Durchschnitt deutlich über den langfristigen Trend, spricht das grundsätzlich für wachsende Netzwerkaktivität und zunehmende Nutzung.

Aktuell ist jedoch eher das Gegenteil zu beobachten. Nach den deutlich stärkeren Ausschlägen Anfang und Mitte 2025 hat sich die Aktivität sukzessive abgeschwächt. Seit rund einem Jahr zeigt die Metrik im Wesentlichen eine Kontraktion. Der 30-Tage-Durchschnitt fällt zurück und nähert sich dem langfristigen Durchschnitt immer weiter an. Gleichzeitig fehlen neue, nachhaltige Spitzen bei den aktiven Adressen.
Das ist deshalb relevant, weil ein belastbarer Aufwärtstrend bei XRP idealerweise nicht nur durch steigende Kurse, sondern auch durch wachsende Netzwerkaktivität bestätigt würde. Genau diese Bestätigung bleibt derzeit aus. Vielmehr signalisiert die Kennzahl, dass das Nutzer- und Transaktionsmomentum weiterhin schwach ist.
Damit passt die On-Chain-Entwicklung zum aktuellen Kursbild. XRP verliert seit Monaten an Stärke, während gleichzeitig keine klare Beschleunigung bei der Netzwerkaktivität sichtbar wird. Fundamental deutet sich damit zumindest anhand dieser Metrik bislang ebenfalls keine überzeugende Trendwende an. Für ein bullischeres Gesamtbild müsste sich zunächst wieder nachhaltiges Wachstum bei den aktiven Adressen etablieren.
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