CLARITY Act: Senat berät über Ende der Debatte

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Der US-Senat könnte am 15. September über den Antrag auf Beendigung der Debatte zum Digital Asset Market Clarity Act beraten. Das geht aus einem am 8. August veröffentlichten Zeitplan der Senatsdemokraten hervor und wäre ein weiterer Verfahrensschritt für den bereits vom Repräsentantenhaus verabschiedeten Gesetzentwurf H.R. 3633.

Was am 15. September tatsächlich zur Abstimmung steht

Wichtig für die Einordnung: Der angesetzte Termin um 14:15 Uhr betrifft nicht die endgültige Verabschiedung des Gesetzes, sondern den Antrag auf Beendigung der Debatte. Dieser Schritt bezieht sich auf die Fortsetzung des Verfahrens zu Kalender Nr. 423, also H.R. 3633.

Für die Beendigung der Debatte sind in der Regel drei Fünftel der ordnungsgemäß gewählten und vereidigten Senatoren nötig, bei vollbesetzter Kammer also 60 Stimmen. Scheitert der Antrag, kommt das Verfahren in dieser Phase nicht über die verlängerte Debatte im Plenum hinaus. Gelingt er, rückt die Beratung über den Gesetzentwurf näher; eine finale Abstimmung über das Gesetz selbst ist damit aber noch nicht erreicht.

Der Weg vom Repräsentantenhaus bis zum Bankenausschuss

H.R. 3633 durchlief bereits mehrere Stationen: Das Repräsentantenhaus verabschiedete den Entwurf am 17. Juli 2025 mit 294 zu 134 Stimmen, bevor er an den Senatsausschuss für Banken, Wohnungswesen und Stadtentwicklung ging. Dieser leitete das Gesetz am 14. Mai mit 15 zu 9 Stimmen an das Plenum weiter. Parallel brachte der Senatsausschuss für Landwirtschaft am 29. Januar den ergänzenden „Digital Commodity Intermediaries Act“ voran, der die Befugnisse der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) bei digitalen Rohstoffen erweitern würde.

Inhaltlich soll H.R. 3633 einen Regulierungsrahmen für digitale Rohstoffe schaffen, indem der CFTC und der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) jeweilige Aufgaben zugewiesen werden. Der Entwurf legt zudem Anforderungen an Handelsüberwachung, Aufzeichnungspflichten, die Vermischung von Kundenvermögen sowie an alternative Handelssysteme und die vorläufige Registrierung fest.

Stimmen aus dem Kongress

Der ehemalige Abgeordnete Patrick McHenry (R-NC) verwies am 8. August auf X darauf, dass die gesicherte Redezeit im Senat eine wichtige verfahrenstechnische Entwicklung darstelle. Nach seiner Darstellung orientieren sich Kongress und insbesondere der Senat an Tagesordnung und Debattenzeit. Der CLARITY Act stehe nun auf der Agenda, nachdem Fraktionsvorsitzender John Thune dem Gesetz Debattenzeit eingeräumt habe. Auch bei möglichen Verzögerungen würden Senatoren ihre Stellungnahmen zu Protokoll geben.

Damit richtet sich die Aufmerksamkeit darauf, ob die Befürworter genügend Stimmen für die Beendigung der Debatte sichern können, wenn der Senat wieder zusammentritt.

Der nächste Verfahrensschritt

Der Zeitplan für den 15. September ist nicht zwingend endgültig. Der Antrag auf Beendigung der Debatte könnte zurückgezogen oder für ungültig erklärt werden. Auch eine Einigung im gegenseitigen Einvernehmen oder ein weiterer Verfahrensschritt vor einer namentlichen Abstimmung könnten Zeitplan und Verfahren verändern.

Findet die Abstimmung statt und wird der Antrag angenommen, kommt der Senat der Beratung von H.R. 3633 einen Schritt näher. Scheitert der Antrag, kommt die Fortsetzung der Beratung in dieser Phase nicht voran. Die angesetzte Verfahrensabstimmung entscheidet somit nicht über die endgültige Verabschiedung des CLARITY Act.

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