Bitcoin-Kaufrausch: Michael Saylor schlägt im Dip erneut zu

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Martin Schwarz hat einen MSc. in Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt auf asymetrische Kryptographie und M2M-Kommunikation. Er ist seit 2015 im Bereich Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs und seit...

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Die Bitcoin-Kaufwelle von Strategy ist nach einer harten Woche zurück. Michael Saylor erwarb zwischen dem 1. und 7. Juni weitere 1.550 BTC für insgesamt 101 Millionen US-Dollar zu einem Durchschnittspreis von 65.332 USD pro Coin. Damit stiegen die Gesamtbestände auf 845.256 BTC, während die USD-Reserven auf 1 Milliarde USD aufgestockt wurden. Dieser Schritt erfolgte nur wenige Tage, nachdem ein winziger Verkauf von 32 BTC für Chaos gesorgt hatte – ein Beweis dafür, dass diese Bitcoin-Akkumulatoren im Dip nicht zurückweichen.

In der vergangenen Woche verkaufte Strategy lediglich 32 BTC zu je 77.135 USD, um Dividenden für Vorzugsaktien zu decken. Es war der erste Bitcoin-Verkauf des Unternehmens seit 2022. Damals markierte der Verkauf von Strategy den Boden des Bitcoin-Marktes. Doch diesmal löste der Verkauf von nur 0,0038 Prozent der Bestände Liquidationskaskaden aus, die den Bitcoin-Kurs von 77.000 USD auf unter 60.000 USD drückten.

Die Krypto-Community kritisierte lautstark, dass das Mantra vom „niemals verkaufen“ gebrochen sei, während Saylor schwieg, bis sich der Staub gelegt hatte. War Saylor ein Genie? Er verkaufte hoch genug, um Verpflichtungen zu bedienen, beobachtete die Kaskade, die er wohl selbst ausgelöst hatte, und kaufte dann 1.550 BTC zu einem um 12.000 USD niedrigeren Durchschnittspreis zurück. Dies bescherte dem Unternehmen zusätzliche 1.518 BTC und 100 Millionen USD in bar.

Während der Markt in Panik gerät, steigt der Wert der „Bitcoin pro Aktie“ bei Strategy weiter an – ein klassisches Playbook. Dennoch liegen sowohl Strategy als auch Bitmine derzeit tief im Minus. Die durchschnittlichen Anschaffungskosten von Strategy belaufen sich auf 75.680 USD pro BTC. Beim aktuellen Kursniveau von etwa 65.000 USD belaufen sich die unrealisierten Verluste auf über 9 Milliarden USD. Anfang 2026 erreichte der Kurs einen Höchststand von über 80.000 USD und lieferte Buchgewinne in Milliardenhöhe, bevor der Rücksetzer erfolgte.

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Der andere Bulle: Tom Lees ETH-Wette

Tom Lees BitMine Immersion Technologies spiegelte diese Aggressivität wider. Das Unternehmen kaufte während desselben Dips 126.971 ETH für 213 Millionen USD bei einem Preis von rund 1.670 USD pro Ether. Die Gesamtbestände von BitMine belaufen sich nun auf 5,54 Millionen ETH, was 4,59 % des Gesamtangebots entspricht. Über 85 Prozent davon sind auf der MAVAN-Plattform gestaked, was voraussichtlich jährliche Belohnungen in Höhe von 270 Millionen USD generieren wird.

Kurz vor dem Markteinbruch sprach Tom Lee von einem „Krypto-Frühling“. Den 32-BTC-Verkauf von Strategy bezeichnete er als Bodensignal und kaufte weiterhin aggressiv zu. Die durchschnittlichen Kosten von BitMine liegen mit 3.460 USD pro ETH deutlich höher. Bei einem aktuellen Preis von 1.681 USD nähern sich die Buchverluste der Marke von 9,9 Milliarden USD. Dennoch bieten die Staking-Renditen einen Puffer, den Strategy mit seinen Bitcoin-Beständen nicht hat.

Die Mechanismen beider Unternehmen unterscheiden sich grundlegend. Strategy setzt auf Aktienemissionen, Wandelanleihen und Cashflow, um reine BTC-Bestände zu finanzieren. Es gibt kein Staking und keine direkten Renditen – nur „Diamond Hands“ und das Wachstum der Bitcoin-Menge pro Aktie. BitMine hingegen kombiniert Treasury-Käufe mit massiven Staking-Operationen für stetige ETH-Belohnungen.

Wer geht das größere Risiko ein? Strategy oder Lee?

Sollten die Krypto-Preise weiter fallen, wirkt das Modell von Strategy riskanter. Die Finanzierung ist eng an die Aktienperformance und den Schuldendienst gekoppelt. Ein anhaltender Abwärtstrend könnte zu einer Verwässerung der Aktien oder Liquiditätsengpässen führen, wie der Verkauf der 32 BTC bereits andeutete. Das Staking-Einkommen von BitMine bietet hingegen ein Polster für die Abwärtsseite, selbst wenn die Preise einbrechen.

Die Ereignisse der letzten Woche verdeutlichten den Unterschied. Ein winziger Verkauf des Bitcoin-Platzhirsches löste Schockwellen im gesamten Markt aus. ETH-Treasury-Akteure wie BitMine absorbierten die Volatilität und kauften weiter zu. Beide Unternehmen bewiesen, dass die institutionelle Überzeugung trotz der roten Charts intakt bleibt.

Diese massiven Käufe unmittelbar nach dem Kurseinbruch zeigen, dass das „Smart Money“ weiterhin Wert sieht. Die Liquidationskaskaden haben schwache Hände aus dem Markt gespült. Frisches Kapital aus Kapitalerhöhungen floss direkt in digitale Assets. Anleger sollten weiterhin mit Volatilität rechnen, aber die Tendenz zeigt nach oben.

Strategy und BitMine definieren Unternehmensbilanzen als Krypto-native Vehikel neu. Ihre Größe und Disziplin bilden in Zeiten der Angst ein Fundament für den Markt.

Der weitere Weg scheint vorgezeichnet. Da Saylor und Lee sich weigern, ihre Positionen aufzugeben, dürften Privatanleger und Institutionen diesen Anführern folgen. Der Krypto-Frühling beginnt nun voll zu erblühen.

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