Bitcoin fällt auf Jahrestiefs – Fear and Greed Index sinkt auf 11 Punkte
Der Krypto-Markt befindet sich in einer der angespanntesten Phasen des Jahres. Bitcoin nähert sich der 60.000-Dollar-Marke, Altcoins bluten, und das Sentiment hat den tiefsten Stand seit Monaten erreicht.
Bitcoin ist in den vergangenen 24 Stunden zeitweise auf ein Tief von 61.500 US-Dollar gefallen und notiert aktuell knapp über 64.000 US-Dollar – rund vier Prozent unter dem Vortagesstand. Im Wochenvergleich summieren sich die Verluste auf zwölf Prozent. Auch der breitere Markt zeigt sich unter Druck: Ethereum rutscht knapp unter 1.800 US-Dollar, BNB und Solana verlieren bis zu sechs Prozent, XRP gibt rund drei Prozent nach. Die Gesamtmarktkapitalisierung fällt unter 2,4 Billionen US-Dollar.
Massenliquidierungen und steigende realisierte Verluste
Der Derivatemarkt liefert Verkaufsdruck in erheblichem Ausmaß. Laut Coinglass wurden innerhalb von 24 Stunden Positionen im Wert von knapp 940 Millionen US-Dollar zwangsliquidiert – der Großteil davon Long-Positionen. Auffällig: Bei Ethereum übertrafen die Liquidierungen zuletzt sogar jene von Bitcoin. Glassnode verweist in seinem aktuellen Wochenbericht auf steigende realisierte Verluste und sinkende Profitabilität im Bitcoin-Netzwerk. Spotmarkt-Verkäufer haben demnach wieder die Oberhand gewonnen, und mehrere Erholungsversuche sind an der durchschnittlichen Kostenbasis von ETF-Investoren gescheitert, die während der jüngsten Aufwärtsbewegung eingestiegen waren.
Fear and Greed auf 11 – Bitcoin-Dominanz auf Mehrjahreshoch
Der Crypto Fear and Greed Index ist auf 11 von 100 Punkten gefallen – das Signal lautet: extreme Angst. Historisch betrachtet markierten solche Extremwerte in der Vergangenheit häufig Bodenbildungsphasen, auch wenn sie keine präzisen Einstiegssignale liefern. Bemerkenswert ist gleichzeitig der Anstieg der Bitcoin-Dominanz auf rund 58 Prozent – den höchsten Stand seit 2023. Das zeigt, dass innerhalb des Krypto-Marktes Kapital aus Altcoins in Bitcoin umgeschichtet wird – ein Muster, das typischerweise in Bärenmärkten zu beobachten ist und auf anhaltende Risikoaversion hindeutet.
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