SEC ermittelt wegen KI-Bot-Betrug – 12,3 Millionen Dollar von 150 Anlegern veruntreut

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Mar 2026
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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

Zuletzt aktualisiert am: 

Angeblich autonome KI-Handelssysteme, garantierte Renditen von über 100 Prozent und ein Gründer, der das Geld für Luxusausgaben verwendete: Die SEC hat Klage gegen Nathan Fuller und sein Unternehmen Privvy Investments eingereicht.

Die US-Börsenaufsicht SEC geht gegen Nathan Fuller vor, den Gründer von Privvy Investments. Laut Klage soll Fuller rund 12,3 Millionen US-Dollar von etwa 150 Anlegern eingesammelt haben – mit dem Versprechen, dass KI-gestützte Handelsbots vollautomatisch profitable Arbitragegeschäfte mit Kryptowährungen durchführen würden. In Aussicht gestellt wurden Renditen von bis zu 50 Prozent innerhalb weniger Wochen, in manchen Fällen sogar garantierte Gewinne von über 100 Prozent.

Was wirklich mit dem Geld passierte

Die Realität sah laut SEC fundamental anders aus. Lediglich rund drei Prozent der eingesammelten Gelder wurden überhaupt in Kryptowährungen investiert. Die beworbenen KI-Bots verfügten weder über die angepriesenen Funktionen noch erzielten sie nennenswerte Gewinne. Stattdessen soll Fuller mindestens 6,2 Millionen US-Dollar für persönliche Zwecke ausgegeben haben – darunter ein Haus im Wert von rund einer Million US-Dollar, Reisen und Glücksspielausgaben. Weitere 5,5 Millionen US-Dollar flossen in Auszahlungen an frühere Investoren – ein Muster, das die SEC als Ponzi-ähnliche Struktur bezeichnet.

Gefälschte Dokumente und ChatGPT als Werkzeug der Täuschung

Um aufkeimende Zweifel zu zerstreuen, soll Fuller falsche Angaben zu Versicherungen und regulatorischen Genehmigungen gemacht sowie Scheinfirmen und Dokumente erfunden haben. Als Anleger Auszahlungen beantragten, gründete er laut SEC die Scheinfirma „Blockchain Audit Solutions” und verwendete ChatGPT, um ein Schreiben zu verfassen, in dem Anlegern mitgeteilt wurde, ihre Konten seien verschoben worden und eine KYC-Verifizierung sei vor jeder Auszahlung erforderlich. Der Fall ist ein weiteres Beispiel dafür, wie der KI-Hype gezielt genutzt wird, um Anleger zu täuschen – und unterstreicht, wie wichtig kritisches Hinterfragen von Renditeversprechen im Krypto-Bereich bleibt.

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