Bitcoin Prognose: 2036 gehört BTC die Welt – doch es gibt ein Risiko

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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

Zuletzt aktualisiert am: 

Bitcoin ist im Jahr 2026 etablierter als jemals zuvor. Institutionelle Investoren, börsengehandelte Fonds und sogar erste Staaten haben die Kryptowährung inzwischen in ihre Strategien integriert. Dennoch befindet sich Bitcoin aktuell rund 40 Prozent unter seinem Allzeithoch und kämpft weiterhin mit den Auswirkungen des laufenden Bärenmarktes.

Für langfristig orientierte Anleger bleibt die zentrale Frage jedoch unverändert: Kann Bitcoin seinen globalen Siegeszug fortsetzen? Die bekannte Bestseller-Autorin und Makroanalystin Lyn Alden beantwortet diese Frage in einer aktuellen Analyse überraschend optimistisch. Ihrer Einschätzung nach könnte Bitcoin bis zum Jahr 2036 zu den wichtigsten Vermögenswerten der Welt aufsteigen. Doch gleichzeitig sieht sie ein großes Risiko, das über Erfolg oder Misserfolg entscheiden könnte.

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Lyn Alden: Bitcoin könnte zu den größten Vermögenswerten der Welt aufsteigen

In ihrer Analyse beschreibt Lyn Alden eine Welt, die sich zunehmend von einer US-dominierten Ordnung hin zu einer multipolaren Struktur entwickelt. Während die Vereinigten Staaten seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs die dominante Wirtschaftsmacht und der US-Dollar die wichtigste globale Reservewährung waren, sieht Alden diesen Zustand langfristig unter Druck. Immer mehr Länder suchen nach Alternativen zum Dollar-System, um sich gegen Inflation, Sanktionen und politische Einflussnahme abzusichern.

Gold profitiert laut Alden bereits von dieser Entwicklung. Doch sie sieht noch eine weitere Alternative: Bitcoin. Die Kryptowährung vereine Eigenschaften, die bislang kein anderes Geldsystem gleichzeitig bieten konnte. Während Gold zwar dezentral, aber langsam ist, und staatliche Währungen schnell, aber zentralisiert sind, könne Bitcoin beides verbinden. Durch moderne Netzwerke seien erstmals schnelle globale Transaktionen und endgültige Abwicklungen ohne zentrale Instanzen möglich.

Besonders beeindruckend findet Alden die Widerstandsfähigkeit des Netzwerks. Trotz zahlreicher Konkurrenzprojekte sei Bitcoin seit inzwischen 17 Jahren die größte Kryptowährung geblieben. Gleichzeitig stehe die Adoption noch immer am Anfang. Die Nutzerbasis liege weltweit lediglich im niedrigen Millionenbereich, während Milliarden Menschen weiterhin ausschließlich traditionelle Finanzsysteme nutzen.

Sollte Bitcoin seine Netzwerkeffekte weiter ausbauen und gleichzeitig seine Sicherheit bewahren, hält Alden enorme Wertsteigerungen für möglich. In ihrem positiven Szenario könnte Bitcoin bis 2036 größer werden als jedes einzelne börsennotierte Unternehmen der Welt. Die Marktkapitalisierung würde dann mit den größten Währungen und Edelmetallen konkurrieren. Gold werde zwar weiterhin eine wichtige Rolle spielen, doch Bitcoin könnte sich als digitales Pendant etablieren und einen erheblichen Teil der globalen Vermögensspeicherung übernehmen.

Das größte Risiko sieht Alden dabei jedoch nicht bei Regierungen, Quantencomputern oder konkurrierenden Kryptowährungen. Ihrer Ansicht nach liegt die größte Gefahr in den Menschen selbst. Bitcoin könne technisch funktionieren, doch sein Erfolg hänge davon ab, ob genügend Menschen finanzielle Selbstbestimmung tatsächlich wertschätzen. Nur wenn Hunderte Millionen Menschen die Vorteile von Selbstverwahrung, zensurresistenten Zahlungen und finanzieller Privatsphäre aktiv nutzen wollen, könne Bitcoin sein volles Potenzial entfalten.

Alden argumentiert, dass viele Menschen in Krisenzeiten bereit seien, Freiheit gegen vermeintliche Sicherheit einzutauschen. Genau dadurch entstünden immer wieder zentralisierte Systeme, die langfristig Macht konzentrieren. Sollte die Mehrheit der Bevölkerung diesen Weg bevorzugen, könnte Bitcoin trotz seiner technologischen Stärke hinter seinen Möglichkeiten zurückbleiben. Falls Bitcoin jedoch weiterhin Nutzer gewinnt und die Nachfrage nach finanzieller Souveränität steigt, sieht die Analystin die Chance, dass die Kryptowährung bis 2036 zu einem der bedeutendsten Vermögenswerte der Welt aufsteigt. Für langfristige Investoren bleibt dies eines der spannendsten Szenarien der kommenden Dekade.

Lyn Alden warnte bereits im März vor einem veränderten Bitcoin-Zyklus

Bereits im März 2026 hatte Lyn Alden auf eine wichtige Veränderung im Bitcoin-Markt hingewiesen. Ihrer Einschätzung nach entwickelt sich der klassische Vierjahreszyklus zunehmend weiter, da sich die Marktstruktur grundlegend verändert hat. Während frühere Bullenmärkte vor allem von privaten Anlegern getragen wurden, bleibt die Beteiligung von Retail-Investoren aktuell vergleichsweise gering. Stattdessen dominieren institutionelle Akteure zunehmend den Markt, was zu anderen Kursverläufen und einer geringeren Dynamik führen könnte.

Gleichzeitig verwies Alden auf die hohe Zahl langfristig gehaltener Bitcoins. Noch nie zuvor befanden sich so viele Coins über lange Zeiträume unbewegt in Wallets. Diese starke Überzeugung der Langfrist-Investoren könnte ihrer Ansicht nach dazu beitragen, dass der aktuelle Bärenmarkt kürzer ausfällt als in früheren Zyklen. Anstatt eines jahrelangen Absturzes erwartet sie eher eine längere Konsolidierungsphase mit anschließender Erholung.

Darüber hinaus betonte Alden bereits damals, dass Bitcoin zunehmend mit Gold konkurriere und sich immer stärker als globaler Wertspeicher etabliere. Die fortschreitende Integration in das traditionelle Finanzsystem sei ein entscheidender Faktor für die weitere Adoption. Während kurzfristig fehlende Nachfrage privater Anleger den Kurs belaste, bleibe die langfristige Investment-Story ihrer Meinung nach vollkommen intakt. Gerade deshalb sieht Alden Bitcoin weiterhin als einen der spannendsten Vermögenswerte der kommenden Dekade.

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