Bitcoin im Hochrisikobereich – ETF-Abflüsse und neue Iran-Eskalation belasten den Markt

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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

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Institutionelle Investoren ziehen sich aus Bitcoin zurück, der Risikoindex klettert in kritisches Terrain – und neue US-Militärschläge gegen den Iran sorgen für zusätzliche Unsicherheit. Der Markt sucht nach einem Boden.

Die Krypto-Analyseplattform Swissblock schlägt Alarm: Ihr proprietärer Bitcoin-Risikoindex notiert bei 33 von 100 Punkten und befindet sich damit im Hochrisikobereich. Das Modell misst das relative Gleichgewicht zwischen Kauf- und Verkaufsdruck und zeigt an, wie riskant es aktuell ist, Bitcoin zu halten oder zu kaufen. Nach starker Akkumulation in März und April hat sich der Mai in eine Distributionsphase verwandelt – und der Risikoindex beschleunigt sich weiter nach oben. Swissblock betont: Wenn der Index strukturellen Verkaufsdruck signalisiert, steckt dahinter in der Regel institutionelle Distribution.

Zwei Wochen anhaltende ETF-Abflüsse – über zwei Milliarden Dollar abgezogen

Das Herzstück des Problems sind die ETF-Flows. Glassnode berichtet, dass US-Spot-Bitcoin-ETFs seit dem 7. Mai an nahezu jedem Handelstag Nettoabflüsse verzeichneten – ein persistentes institutionelles Verkaufssignal, das nun seit über zwei Wochen anhält. Der stetige Abfluss fügt der Angebotsseite kontinuierlich Kapital hinzu, ohne dass eine sichtbare Nachfrageseite dagegen hält. Insgesamt flossen in den vergangenen zwei Wochen mehr als 2 Milliarden US-Dollar aus Bitcoin-ETFs ab. CoinEx-Chefanalyst Jeff Ko beschreibt die Gesamtlage als Warteschleife: Die institutionelle Risikobereitschaft bleibe an den Rändern sensibel, ohne klare Richtungsentscheidung.

Neue Iran-Eskalation drückt auf den Kurs

Die angespannte Marktsituation wurde am Dienstagmorgen durch neue Schlagzeilen verschärft. Das US-Zentralkommando meldete frische Militärschläge gegen iranische Raketenstützpunkte und Boote – als Selbstverteidigung bezeichnet, um amerikanische Truppen vor iranischen Bedrohungen zu schützen. Bitcoin reagierte mit einem Rückgang von rund einem Prozent und fiel von über 77.000 US-Dollar auf knapp unter 76.500 US-Dollar. Der Kurs bewegt sich damit seit fast vier Monaten in einer engen Handelsspanne ohne klaren Ausbruch nach oben oder unten. Ko sieht dennoch einen möglichen Silberstreifen: Investoren könnten über den geopolitischen Lärm hinausschauen und sich auf die Möglichkeit eines US-Iran-Friedensabkommens fokussieren – was kurzfristig ein risikobereites Marktumfeld begünstigen könnte.

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