Schlafende Bitcoin-Wallet erwacht – 38 Millionen Dollar in BTC plötzlich bewegt
Bitcoin, die seit Jahren als verloren galten, tauchen plötzlich wieder auf. Die erneuten Transfers aus den Wallets des irischen Drogenhändlers Clifton Collins werfen Fragen auf – und lassen einen Verkauf möglich erscheinen.
Es ist eine Geschichte, die kryptografische Kriminalgeschichte und Bitcoin-Mythos vereint: Clifton Collins, ein irischer Drogendealer, hatte seine Bitcoin bereits 2011 und 2012 erworben – lange bevor die Kryptowährung Mainstream-Relevanz erlangte. Nach seiner Verhaftung 2017 galten die privaten Schlüssel zu seinen Wallets als unwiederbringlich verloren. Collins soll sie in einem Angelrutenkoffer versteckt haben, der später auf einer Mülldeponie landete und von dort zur Verbrennung nach Deutschland und China transportiert wurde. Die Krypto-Branche hatte die Coins längst abgeschrieben.
Behörden als wahrscheinlichste Erklärung
Umso mehr Aufmerksamkeit erregen die jüngsten Blockchain-Bewegungen. Laut Daten von Arkham Intelligence wurden erneut 500 BTC im Wert von rund 38 Millionen US-Dollar aus den Collins-Wallets transferiert – bereits im März waren erstmals seit Jahren weitere 500 BTC bewegt worden. Insgesamt wurden damit inzwischen 1.000 Bitcoin aus den Wallets abgezogen. Als wahrscheinlichste Erklärung gilt ein Behördenzugriff: Die Irish Times hatte bereits berichtet, dass die ursprünglichen Wallets im Rahmen einer gemeinsamen Operation der irischen Polizei, des Criminal Assets Bureau und Europol beschlagnahmt wurden. Eine frühere behördliche Erklärung bestätigte die Sicherstellung von Krypto-Werten im Umfang von rund 30 Millionen Euro – ein Betrag, der in etwa den ersten 500 BTC aus dem März entspricht.
Wintermute als Empfänger – Verkauf denkbar
Die Spur der aktuellen Transaktion führt zu einer Binance-Adresse des bekannten Market Makers Wintermute. Während die ersten 500 BTC im März noch an Coinbase Custody gingen, deutet die neue Destination auf eine andere Absicht hin. Da Wintermute als professioneller Market Maker aktiv ist, halten Marktbeobachter einen möglichen Verkauf der Bitcoin für denkbar. Ob tatsächlich ein Verkauf bevorsteht oder die Coins lediglich in Verwahrung genommen wurden, bleibt vorerst offen – die Blockchain-Daten allein lassen keinen eindeutigen Schluss zu.
