Investieren vs. Traden: Krypto-Experte klärt auf

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März 2026
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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

Zuletzt aktualisiert am: 

Sollte man lieber langfristig investieren oder aktiv traden? Genau diese Frage beschäftigt früher oder später fast jeden, der an den Finanzmärkten Vermögen aufbauen möchte. Der deutschsprachige Krypto-Experte von Rundumbitcoin hat nun seine persönlichen Erfahrungen aus mehreren Jahren am Markt geteilt und dabei offen über Gewinne, Stress, Risiken und psychologische Herausforderungen gesprochen. Grundlage dafür sind sowohl seine Erfahrungen als langfristiger Investor als auch seine aktuelle Trading-Challenge, bei der er ein Startkapital von 500 Euro innerhalb weniger Wochen auf mehrere Tausend Dollar steigern konnte.

Stress durch Traden

Der Analyst erklärt, dass er zunächst durch aktives Trading ein kleines Portfolio von etwa 5.000 Euro innerhalb von rund zwei Jahren auf einen niedrigen sechsstelligen Betrag steigern konnte. Gleichzeitig habe dieser schnelle Vermögensaufbau jedoch massive Auswirkungen auf die Psyche gehabt.

Besonders problematisch sei gewesen, dass das persönliche Mindset nicht mit dem schnellen Kapitalwachstum mithalten konnte. Während langfristige Anleger oft über viele Jahre langsam Vermögen aufbauen, sei beim erfolgreichen schnellen Trading plötzlich eine Summe im Spiel gewesen, die enormen Druck erzeugt habe.

Genau deshalb zog er sich zunächst weitgehend aus dem Trading zurück als er die 5.000 Euro auf eine niedrige sechsstellige Summe getradet hatte und konzentrierte sich stärker auf langfristige Investments. Unter anderem kaufte er einen ganzen Bitcoin und begann zusätzlich, ein breit diversifiziertes Aktien- und Dividendenportfolio aufzubauen.

Doch selbst das langfristige Investieren in Bitcoin sei emotional nicht immer einfach gewesen. Der zwischenzeitliche Kurseinbruch um rund 50 Prozent habe ihn ebenfalls belastet und teilweise sogar den Schlaf gekostet. Für ihn sei das ein klares Zeichen gewesen, dass zu viel Kapital in einem einzigen Markt konzentriert war.

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Mix aus beiden Welten

Trotzdem sieht der Krypto-Experte langfristiges Investieren insgesamt deutlich im Vorteil, wenn es um die Wahrscheinlichkeit nachhaltiger Gewinne geht. Besonders breit gestreute ETFs wie der MSCI World oder der S&P 500 hätten historisch gezeigt, dass langfristiger Vermögensaufbau mit regelmäßigem Sparplan sehr gute Erfolgschancen bietet.

Gerade für die Altersvorsorge sei dieser Ansatz für die meisten Menschen der deutlich sicherere Weg. Außerdem wachse beim langfristigen Investieren das Mindset oft automatisch mit dem Depotwert mit, da sich das Kapital langsam entwickelt.

Beim Trading sieht er dagegen deutlich höhere Risiken. Er betont mehrfach, dass langfristig über 90 Prozent aller Trader Geld verlieren. Gleichzeitig gebe es aber auch Chancen auf außergewöhnlich hohe Renditen. Vor allem im volatilen Kryptomarkt.

Trading als Rendite-Boost?

Seine aktuelle Challenge, bei der er 500 Euro innerhalb von rund acht Wochen auf über 3.600 Dollar steigern konnte, habe ihn deshalb wieder zurück ins aktive News-Trading gebracht. Dabei setzt er vor allem auf marktbewegende Nachrichten wie Binance-Listings, Hype-Bewegungen oder negative Enthüllungen über Projekte. Reine Chartanalyse spiele für ihn dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Dabei teilt er all seine Trades in der kostenpflichtigen Rundumbitcoin Skool-Community in Echtzeit.

Besonders wichtig sei jedoch, dass Trading extrem zeitintensiv ist. Wer erfolgreich traden wolle, müsse den Markt permanent verfolgen, Nachrichten analysieren und schnell reagieren können. Die Vorstellung, mit wenig Aufwand nebenbei enorme Gewinne zu erzielen, hält er für unrealistisch. Viele Menschen würden unterschätzen, wie viel Arbeit hinter professionellem Trading tatsächlich steckt.

Am Ende sieht der Analyst deshalb einen Mittelweg als optimal an. Gewinne aus dem Trading zieht er inzwischen regelmäßig aus dem Markt ab und investiert sie langfristig in ETFs, Dividendenaktien und andere stabile Anlageformen. Dadurch könne er die hohen Chancen des Kryptomarkts nutzen, ohne dauerhaft dem extremen Stress und der Volatilität ausgesetzt zu sein. Genau diese Kombination aus aktivem Trading und langfristigem Vermögensaufbau sei für ihn aktuell die beste Lösung.

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