Bitcoin-ETFs beenden Zufluss-Serie – BTC fällt unter 80.000 Dollar
Nach fünf starken Tagen in Folge kehrt sich der Trend bei Bitcoin-ETFs abrupt um. Erhöhte Volatilität und ein Kursrückgang unter die psychologisch wichtige 80.000-Dollar-Marke sorgen für den ersten Abflusstag im Mai.
US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs haben ihre fünftägige Zufluss-Serie mit einem Gesamtvolumen von knapp 1,7 Milliarden US-Dollar beendet. Am Donnerstag verzeichneten die Produkte Nettoabflüsse von 277,5 Millionen US-Dollar – der erste negative Tag im laufenden Monat. Auslöser war eine ausgeprägte Intraday-Volatilität: Bitcoin kletterte am Mittwoch noch auf über 82.000 US-Dollar, fiel jedoch tags darauf wieder unter die kritische Marke von 80.000 US-Dollar zurück. Der Crypto Fear and Greed Index rutschte daraufhin wieder in die Zone „Angst” bei einem Wert von 38 – nachdem er kurz zuvor erstmals wieder „Neutral” erreicht hatte.
Fidelity und BlackRock führen Abflüsse an
Den größten Abfluss verzeichnete der Fidelity Wise Origin Bitcoin Fund mit 129 Millionen US-Dollar, gefolgt von BlackRocks iShares Bitcoin Trust ETF mit 98 Millionen US-Dollar. Eine bemerkenswerte Ausnahme bildete der Morgan Stanley Bitcoin Trust ETF, der seit seinem Debüt am 8. April 2026 keinen einzigen Tag mit Abflüssen aufweist. Am Donnerstag verbuchte das Produkt moderate Zuflüsse von 7,3 Millionen US-Dollar und hat seit Launch insgesamt 2.920 BTC im Wert von rund 232,6 Millionen US-Dollar angesammelt – ein Wachstum von 557 Prozent seit Auflegung. Ebenfalls leicht im Plus landete der Grayscale Bitcoin Mini Trust ETF als einziger weiterer Fonds mit positiver Tagesbilanz.
Neues Canton-ETF-Debüt fällt verhalten aus
In das turbulente Marktumfeld fiel auch das Nasdaq-Debüt des 21Shares Canton Network ETF – des ersten US-gelisteten ETFs mit direktem Exposure auf Canton Coin, den nativen Token des Canton Network. Der Fonds startete bei 24,76 US-Dollar und schloss seinen ersten Handelstag bei 24,66 US-Dollar leicht im Minus. Canton Coin selbst gab um 1,7 Prozent nach. Trotz des schwachen Tagesabschlusses bleibt das Gesamtbild des Krypto-Marktes intakt: Bitcoin hat in den vergangenen 30 Tagen rund 11 Prozent zugelegt, und der Fear and Greed Index liegt noch immer deutlich über den April-Tiefstständen, als er im Schnitt bei 17 notierte.
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