Kann Bitcoin 250.000 Dollar erreichen? Trader warnen vor dem klassischen „Sell in May”

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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

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Bitcoin notiert rund 40 Prozent unter seinem Oktober-Hoch – und während die größten Bullen unbeirrt an ihren Jahreszielen festhalten, mehren sich die Warnzeichen erfahrener Analysten. Steht der nächste große Rücksetzer bevor?

Trotz der laufenden Erholung auf rund 77.000 US-Dollar liegt Bitcoin noch immer deutlich unter seinem Allzeithoch von 126.000 US-Dollar aus dem Oktober 2025. Dennoch halten prominente Stimmen wie Milliardär Tim Draper und Fundstrat-Mitgründer Tom Lee eisern an ihrem Jahresendziel von 250.000 US-Dollar fest – ein Niveau, das vom aktuellen Stand aus mehr als eine Verdreifachung erfordern würde. Veteran-Trader Peter Brandt hält dagegen und warnt auf Basis des aktuellen Chartbildes unmissverständlich: Wer 250.000 Dollar für 2026 prognostiziere, solle aufhören. Das aktuelle Muster sei kein bullisches Bodenbildungssignal, sondern ein klassisches Kanal-Setup – mit Risiko nach unten.

Halving-Zyklen und Bärenmarkt-Fraktale sprechen eine deutliche Sprache

Ein Blick auf Bitcoins historische Kurszyklen rund um die alle vier Jahre stattfindenden Halvings zeigt ein beunruhigendes Muster. Die Kurspeaks nach den Halvings 2012, 2016 und 2020 traten jeweils 12 bis 18 Monate nach dem Ereignis ein. Das April-Halving 2024 fügt sich nahtlos ein: Bitcoin erreichte sein Allzeithoch im Oktober 2025 – rund 17 bis 18 Monate später. Da wir uns nun über 24 Monate nach dem letzten Halving befinden und Bitcoin bereits 38 bis 40 Prozent vom Hoch entfernt notiert, deutet dieser Rahmen darauf hin, dass das Hoch von 2025 den Zyklipeak markiert haben könnte. Neue Allzeithochs im verbleibenden Jahr 2026 wären damit historisch betrachtet unwahrscheinlich.

„Sell in May” – ein Muster mit erschreckender Konstanz

Zusätzliche Skepsis nährt ein wiederkehrendes saisonales Muster in US-Zwischenwahljahren. In den Jahren 2014, 2018 und 2022 verlor Bitcoin jeweils rund 61 bis 66 Prozent seines Wertes – und jeder dieser Einbrüche begann um den Mai. Wird dieses Fraktal auf 2026 übertragen, ergäbe sich ein potenzielles Kursziel von rund 30.000 US-Dollar. Verstärkt wird diese Warnung durch den typischen Effekt von Zwischenwahljahren auf die Risikobereitschaft der Investoren: Steigende politische Unsicherheit, aufheizendes Wahlkampfklima und mögliche Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik veranlassen Anleger erfahrungsgemäß dazu, Risikopositionen zu reduzieren. Etwas optimistischer zeigen sich Analysten von Bernstein, die trotz allem einen moderaten Erholungskurs in Richtung 100.000 bis 150.000 US-Dollar für möglich halten – womit auch sie das 250.000-Dollar-Ziel klar in den Bereich der Spekulation verweisen.

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