Drei Signale deuten auf Ethereum-Rallye bis 6.000 Dollar hin
Nach einem Anstieg von über 33 Prozent von seinen Mehrjahrestiefs zeigt Ethereum erste Ermüdungserscheinungen – doch wer tiefer in die Daten schaut, findet gleich drei gewichtige Argumente für eine deutlich größere Bewegung.
Ethereum notierte zuletzt bei rund 2.300 US-Dollar und hat sich damit merklich von seinen Tiefstständen unter 1.800 US-Dollar erholt. Die aktuelle Konsolidierung täuscht jedoch darüber hinweg, dass sich im Hintergrund ein technisches und fundamentales Bild aufbaut, das Analysten an vergangene Ausbruchsphasen erinnert. Der Kurs hält eine langfristige aufsteigende Trendlinie, die in der Vergangenheit stets die makrotechnischen Tiefpunkte von Ethereum markierte – mit anschließenden Rallyes von 130 bis 260 Prozent. Kombiniert mit einem bestätigten bullischen MACD-Kreuz auf Wochenbasis sowie einem RSI, der sich aus überverkauften Zonen erholt, ergibt sich eine Konstellation, die historisch auf ein Kursziel zwischen 3.000 und 6.300 US-Dollar hindeutet.
Angebotsdruck schwindet – Wale akkumulieren still
Besonders aussagekräftig ist die Entwicklung auf der Angebotsseite. Die Zahl der täglichen Akkumulationsadressen – also Wallets, die kontinuierlich ETH kaufen – ist auf 2.434 gestiegen und übersteigt damit erstmals die Zahl der Adressen, die ETH auf Börsen einzahlen und damit Verkaufsabsichten signalisieren, welche auf 2.300 gesunken ist. Hinzu kommen massive Exchange-Abflüsse: Allein am 2. April verließen 1,4 Millionen ETH die Handelsplattformen – der größte Rückgang seit sieben Monaten. Solche Abflüsse deuten typischerweise darauf hin, dass große Halter ihre Token in Cold Storage überführen und damit den unmittelbaren Verkaufsdruck erheblich reduzieren. Dieser sogenannte Supply Squeeze hat in der Vergangenheit regelmäßig scharfe Aufwärtsbewegungen eingeleitet.
Institutionelle Nachfrage kehrt zurück
Das dritte Signal kommt aus dem institutionellen Lager. Der Coinbase-Premium-Index für Ethereum – ein Maß für die Preisdifferenz zwischen Coinbase und Binance – hat sich von seinem Februartief von minus 0,21 auf aktuell 0,04 erholt und signalisiert damit zurückkehrende Nachfrage aus dem US-amerikanischen Institutionenmarkt. Spot-Ethereum-ETFs verzeichneten zuletzt zehn Handelstage in Folge Nettozuflüsse mit einem Gesamtvolumen von 590 Millionen US-Dollar – die längste Zufluss-Serie seit Dezember 2024, die damals eine ETH-Rallye von 95 Prozent im vierten Quartal begleitete. Auch Bitmine Immersion Technologies, der weltweit größte börsennotierte Ethereum-Halter, stockte seine Position zuletzt um weitere 101.627 ETH auf – ein klares Signal, dass das institutionelle Vertrauen in Ethereum wieder wächst.
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