3 neue Solana News, die Anleger jetzt kennen sollten
Solana hat in der vergangenen Handelswoche erneut zu den auffälligeren Large Caps am Kryptomarkt gehört. Der Kurs legte zu, die Schwankungen blieben jedoch hoch.
Gerade in solchen Phasen lohnt sich der Blick über den Preis hinaus. Denn für Anleger sind am Ende nicht nur kurzfristige Bewegungen entscheidend, sondern auch die Frage, welche fundamentalen Entwicklungen sich im Ökosystem aufbauen.
Rund um Solana gab es zuletzt gleich mehrere Meldungen, die unterschiedliche Bereiche betreffen: tokenisierte Vermögenswerte, Krypto-Zahlungen im Alltag und die Sicherheit von DeFi-Protokollen. Genau diese drei Solana-News sollten Anleger jetzt kennen, um eine individuelle Solana Prognose aufzustellen.
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PreStocks treiben tokenisierten Pre-IPO-Handel auf Solana
Im Bereich tokenisierter Vermögenswerte sorgte zuletzt PreStocks für Aufmerksamkeit. Hintergrund ist die These, dass Solana bei tokenisierten Pre-IPO-Assets, also Blockchain-Token mit Preisbezug zu privaten Unternehmen vor einem Börsengang, an Bedeutung gewinnt. So stieg das gesamte Handelsvolumen in diesem Segment auf 544,78 Millionen US-Dollar. Für März 2026 wurden demnach allein 304 Millionen US-Dollar Volumen verzeichnet. Außerdem soll das Segment bis März auf 12.910 Holder und ein kombiniertes Angebot von 13,06 Millionen US-Dollar gewachsen sein.
Bemerkenswert ist vor allem, dass sich hier ein sehr spezifischer Teil des RWA-Markts herausbildet. Statt klassischer tokenisierter Staatsanleihen oder Geldmarktfonds geht es bei PreStocks um die Abbildung von Erwartungen rund um private Tech-Unternehmen wie SpaceX, Anthropic oder OpenAI. Das Modell verschafft Marktteilnehmern damit nicht direkt gesellschaftsrechtliche Eigentumsrechte, sondern in erster Linie handelbares Exposure am Preis.
Die jüngste Meldung zeigt vor allem, dass Solana in diesem Bereich als Infrastruktur für diese neuen Marktsegmente genutzt wird.
Für Solana ist das deshalb relevant, weil sich die Blockchain damit nicht nur als Handelsplatz für Memecoins oder DeFi positioniert, sondern zunehmend auch für tokenisierte Kapitalmarktprodukte. Die aktuelle Nachricht beschreibt also weniger ein einzelnes Produkt-Update als vielmehr einen Hinweis darauf, dass Solana bei neuartigen tokenisierten Marktformaten inzwischen eine sichtbare Rolle spielt.
MoonPay Commerce: Solana dominiert das Zahlungsvolumen
Eine zweite wichtige Entwicklung betrifft den Zahlungssektor. Nach aktuellen Daten entfielen 88 Prozent des Volumens von MoonPay Commerce auf Solana. MoonPay Commerce hat seit dem Start im Oktober 2025 mehr als 40 Millionen US-Dollar Zahlungsvolumen verarbeitet. Die restlichen Volumina verteilten sich auf andere unterstützte Netzwerke wie Ethereum, Polygon und Base.
Wichtig ist dabei auch der Hintergrund von MoonPay Commerce selbst. MoonPay hatte Helio im Januar 2025 übernommen. Helio galt zuvor als Solana-naher Krypto-Payment-Player. Im Oktober 2025 wurde daraus MoonPay Commerce, eine Plattform für Merchant Payments, die unter anderem auch die Solana-Pay-Integration für Shopify betreibt. Laut MoonPay wird die Lösung bereits von mehr als 6.000 Entwicklern, Händlern, Fintechs und Unternehmen genutzt.
Die aktuelle Meldung ist deshalb interessant, weil sie einen selten konkreten Einblick in tatsächliche Onchain-Payment-Nutzung liefert. Während viele Blockchain-Netzwerke im Zahlungsbereich vor allem mit Ankündigungen werben, gibt es hier eine messbare Zuordnung von realem Commerce-Volumen. Dass Solana aktuell 88 Prozent dieses Volumens stellt, verweist auf die Rolle des Netzwerks im Bereich schneller und kostengünstiger Krypto-Zahlungen. Die Nachricht steht damit für einen breiteren Trend, bei dem Solana sich zunehmend als technische Basis für alltagsnahe Payment-Anwendungen etabliert.
STRIDE: Solana Foundation reagiert nach Drift-Exploit
Die Solana Foundation hat am 6. April 2026 neue Sicherheitsinitiativen vorgestellt, angeführt von STRIDE. Die Abkürzung steht für „Solana Trust, Resilience and Infrastructure for DeFi Enterprises“. Entwickelt wird das Programm gemeinsam mit Asymmetric Research. Ziel ist ein strukturierter Sicherheitsrahmen für Solana-DeFi-Protokolle, einschließlich praktischer Evaluierungen und einer öffentlichen Dokumentation der Ergebnisse.
Auslöser war die verschärfte Aufmerksamkeit rund um den Drift-Vorfall. Anfang April wurde Drift Protocol Opfer eines Angriffs, bei dem nach verschiedenen Berichten rund 285 Millionen US-Dollar entwendet wurden. Die Solana Foundation verweist in ihrer Ankündigung zwar vor allem allgemein auf die steigende Professionalität von Angreifern, die zeitliche Nähe macht den Kontext aber klar. Neben STRIDE wurde deshalb auch das „Solana Incident Response Network“ (SIRN) gestartet, also ein Netzwerk spezialisierter Sicherheitsfirmen für Krisenreaktionen in Echtzeit.
Konkret sieht das neue Sicherheitsmodell mehrere Stufen vor. Protokolle, die die STRIDE-Prüfung bestehen und mehr als 10 Millionen US-Dollar TVL aufweisen, sollen laufendes OpSec- und Threat-Monitoring erhalten, finanziert über Grants der Solana Foundation. Für Protokolle mit mehr als 100 Millionen US-Dollar TVL will die Foundation zusätzlich formale Verifikation finanzieren. Ergänzt wird das Ganze durch bestehende Security-Tools und Partnerangebote, die Solana-Projekten bereits heute kostenlos zur Verfügung stehen.
Die Nachricht zeigt damit vor allem eines: Nach dem Drift-Schock wird das Thema Sicherheitsstandards auf Solana institutioneller und strukturierter aufgesetzt.
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