Bittensor Prognose: Großer Crash bei TAO – schwere Vorwürfe gegen KI Coin

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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

Zuletzt aktualisiert am: 

Der Kryptomarkt zeigt sich heute insgesamt leicht erholt, Bitcoin legt rund 1 Prozent zu und stabilisiert sich oberhalb wichtiger Unterstützungen.

Doch während die Marktstimmung vorsichtig optimistisch bleibt, sorgt ein einzelner Altcoin für massive Turbulenzen: Bittensor. Der KI-Token, der zuletzt zu den gehyptesten Narrativen zählte, bricht innerhalb weniger Stunden zweistellig ein.

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Laut aktuellen Daten fällt TAO um rund 18 Prozent auf etwa 264 US-Dollar, zwischenzeitlich lag das Minus sogar deutlich höher.

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Gleichzeitig wurden fast 900 Millionen US-Dollar an Marktkapitalisierung vernichtet – ein abrupter Stimmungswechsel.

Machtkampf, Abverkäufe und Vertrauensverlust: Was hinter dem TAO-Crash steckt

Hinter dem plötzlichen Crash steckt offenbar eine Kombination aus fundamentalen Konflikten im Ökosystem und massiven Token-Verkäufen. Im Zentrum der Entwicklung steht das KI-Projekt Covenant AI, das mehrere Subnets innerhalb des Bittensor-Netzwerks betreibt. Dieses kündigte überraschend an, sich aus dem Ökosystem zurückzuziehen – ein Schritt, der sofort für Unsicherheit sorgte.

Zeitgleich wurden schwere Vorwürfe gegen den Bittensor-Gründer laut. Mehrere Akteure werfen ihm vor, trotz angeblicher Dezentralisierung weiterhin maßgebliche Kontrolle auszuüben. Begriffe wie „Decentralization Theatre“ machen die Runde – also der Vorwurf, dass die Governance-Struktur nur scheinbar dezentral sei. Konkret geht es um Eingriffe in Subnets, entzogene Moderationsrechte und Entscheidungen, die unilateral getroffen worden sein sollen.

Besonders brisant: Im Zuge des Konflikts sollen rund 37.000 TAO-Token im Wert von über 10 Millionen US-Dollar verkauft worden sein. Diese Verkäufe trafen auf einen ohnehin angespannten Markt und verstärkten den Abwärtsdruck erheblich. Gleichzeitig wurden etwa 9 Millionen US-Dollar an Long-Positionen liquidiert – ein klassischer Kaskadeneffekt, der den Kurs zusätzlich beschleunigt nach unten drückt.

Auch in der Community sorgt das Vorgehen für Kritik. Einige Stimmen sprechen sogar von einem „Rug Pull“-ähnlichen Verhalten, auch wenn diese Einschätzung umstritten bleibt. Klar ist jedoch: Vertrauen wurde kurzfristig massiv beschädigt.

Der Fall zeigt einmal mehr, wie anfällig selbst große Krypto-Projekte für interne Konflikte sind. Gerade bei komplexen Ökosystemen wie Bittensor, die stark auf Subnet-Strukturen und Community-Governance setzen, können Machtkämpfe schnell systemische Auswirkungen haben. Ob sich TAO kurzfristig stabilisieren kann, dürfte nun maßgeblich davon abhängen, wie transparent das Team mit den Vorwürfen umgeht und ob verlorenes Vertrauen zurückgewonnen werden kann.

Bittensor-Gründer reagiert: Neue Reform für TAO

Auch Const selbst hat sich inzwischen öffentlich zu Wort gemeldet – und weist die Vorwürfe zumindest indirekt zurück. Statt auf die Kritik im Detail einzugehen, zeichnet der Gründer ein völlig anderes Bild der Ereignisse: Für ihn handelt es sich nicht um einen Governance-Skandal, sondern um einen notwendigen Lernprozess für das gesamte Netzwerk.

Er betont, dass „Exploits“ und Konflikte essenziell seien, um Schwachstellen in einem System aufzudecken. Genau diese Dynamik habe nun eine wichtige Weiterentwicklung angestoßen. Konkret kündigt er ein neues Modell für Subnet-Ownership an, das auf langfristigem wirtschaftlichem Commitment basiert. Künftig soll also transparenter werden, welche Teams tatsächlich langfristig engagiert sind – etwa durch Token-Lockups.

Für Investoren könnte das sogar Vorteile bringen: Sie sollen frühzeitig erkennen können, wenn Token freigeschaltet werden, Subnets neu bewerten und Kapital gezielter umverteilen. Gleichzeitig stellt der Gründer die Änderungen als Fortschritt in Richtung echter Dezentralisierung dar – ironischerweise genau der Punkt, der aktuell kritisiert wird.

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