Tornado-Cash-Mitentwickler muss weiter auf neuen Prozess warten
Roman Storm, Mitentwickler des Krypto-Mixers Tornado Cash, muss sich frühestens am 26. April 2027 erneut vor Gericht verantworten. Richterin Katherine Polk Failla am US-Bezirksgericht für den Southern District of New York verschob das Wiederaufnahmeverfahren, das zuvor für Oktober 2026 vorgesehen war.
Wiederaufnahme auf April 2027 vertagt
Nach Angaben von Inner City Press hatten die US-Staatsanwälte im März 2026 Termine im Oktober vorgeschlagen. Im April setzte das Gericht den 26. Oktober 2026 als möglichen Beginn eines erneuten Verfahrens fest, abhängig von einer Entscheidung über Storms Antrag auf Freispruch.
Storms Verteidigung beantragte Anfang August, einen möglichen neuen Prozess auf den 26. April 2027 oder auf einen Zeitpunkt 90 Tage nach einer Entscheidung zu verschieben, die ein Wiederaufnahmeverfahren zulassen würde. Am 25. August vertagte Richterin Failla den Termin unter Verweis auf den noch anhängigen Freispruchsantrag und den Antrag auf eine Verschiebung auf den 26. April 2027.
Schuldspruch in einem Anklagepunkt
Eine Jury hatte Storm im August 2025 in einem Anklagepunkt wegen Verschwörung zum Betrieb eines nicht lizenzierten Geldtransfergeschäfts schuldig gesprochen. In zwei weiteren Anklagepunkten kam keine einstimmige Entscheidung zustande. Nach Darstellung von Crypto Briefing betreffen diese offenen Punkte Vorwürfe im Zusammenhang mit Geldwäsche und Sanktionen.

Der Freispruchsantrag von Storm ist weiterhin nicht entschieden. Die Verschiebung auf April 2027 bedeutet, dass der weitere Verfahrensablauf zunächst von dieser Entscheidung abhängt.
Verfahrensgeschichte
Storm wurde laut Inner City Press am 6. September 2023 vor Richterin Failla angeklagt. Nach dem Juryurteil beantragte seine Verteidigung einen Freispruch. Das Gericht hatte eine zunächst für Januar 2026 geplante Konferenz bereits auf den 9. April 2026 verlegt, bevor der mögliche Wiederaufnahmebeginn zunächst für Oktober 2026 und nun für den 26. April 2027 angesetzt wurde.