Rekordgewinn für Bitcoin-Mining-Gigant MARA – dennoch gerät die Krypto-Aktie unter Druck

Der Bitcoin-Mining-Spezialist Marathon Digital (MARA) hat im zweiten Quartal 2025 neue Bestmarken gesetzt – doch an der Börse bleibt die Euphorie aus. Das Unternehmen erzielte einen Umsatz von 238,5 Mio. US-Dollar, was einem Anstieg von 64 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Noch beeindruckender fällt der Gewinn aus: 808,2 Mio. US-Dollar Nettoergebnis, gestützt auch durch positive Neubewertungen der BTC-Bestände.
Marathon förderte im Schnitt 25,9 Bitcoin pro Tag, bei durchschnittlichen Produktionskosten von 33.735 US-Dollar je BTC. Mit einer Hashrate von 57,4 EH/s stieg die Mining-Leistung gegenüber dem Vorjahresquartal um satte 82 %. Der BTC-Bestand summierte sich zum Quartalsende auf 50.000 Bitcoin, womit sich MARA als zweitgrößter börsennotierter BTC-Halter weltweit positioniert – hinter MicroStrategy.

Parallel zur operativen Expansion wandelt sich MARA zunehmend zu einem Infrastrukturanbieter im digitalen Sektor – mit Ambitionen, über das reine Mining hinauszugehen.
Krypto Aktie trotz Zahlen schwächer
Am Donnerstagnachmittag notiert MARA bei 16,55 US-Dollar, nach einem Zwischenhoch von 17,38 US-Dollar am 30. Juli. Marktteilnehmer hatten offenbar noch mehr erwartet – oder realisieren Gewinne nach der starken Quartalsperformance.

Auch aus dem Handelssegment kommen neue Rekorde: Der Online-Broker Robinhood meldet für das Krypto-Geschäft im Q2 160 Mio. US-Dollar Umsatz – ein Plus von 98 % im Jahresvergleich. Das Krypto-Tradingvolumen stieg auf 28 Mrd. US-Dollar, ein Zuwachs von 32 %.
Seit dem 30. Juni bietet Robinhood außerdem europäischen Nutzern tokenisierte Aktienanteile auf Basis der Arbitrum-Blockchain an. Mehr als 200 US-Aktien und ETFs sind rund um die Uhr handelbar – darunter auch private Tech-Schwergewichte wie OpenAI und SpaceX. Ein Schritt, der das klassische Wertpapiergeschäft mit der Krypto-Welt verbindet – und langfristig die Marktstruktur verändern könnte.
