Bitcoin reagiert auf die neuen US-Arbeitsmarktzahlen und stürzt ab

Der Shutdown in den USA macht es Analysten schwer. Gestern wurden die letzten verfügbaren Arbeitsmarktdaten für September veröffentlicht, und diese hatten dramatische Auswirkungen. Der Kurs von Bitcoin, wie von nahezu allen anderen Kryptowährungen, raste in den Keller. Die Investoren wollen in dieser Situation weniger Bitcoin kaufen.
Verlust von 10%
Bitcoin verlor 9,80% und ist jetzt nur noch $82.763 wert. Im Wochenvergleich liegt der Kurs 14,40% hinter jenem der Vorwoche. Das sind dramatische Zahlen, die nur noch von einzelnen Altcoins wie Ethereum, XRP und Cardano übertroffen werden.

Auslöser des aktuellen Crashs war die erste Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktzahlen. Diese hinken der Realität weit hinterher, schuld ist der Shutdown, der die Staatsangestellten in den USA auf unbezahlten Urlaub geschickt hatte.
Damit blieb die Arbeit liegen. Jetzt, nach dem Ende des Shutdowns, kommt die Aufarbeitung langsam wieder in Gang. Die neuen Arbeitsmarktzahlen für September dieses Jahres zeigen ein seltsames Bild.
Der stabile Arbeitsmarkt macht Zinssenkungen unwahrscheinlicher
Zwar ist die Zahl der Jobs deutlich stärker gestiegen als erwartet (ein Plus von 119.000 statt der erwarteten 50.000), doch gleichzeitig ist auch die Zahl der Arbeitslosen in den USA von 4,3 auf 4,4%. Das ist die höchste Quote seit vier Jahren. Doch insgesamt zeigt sich der Arbeitsmarkt stabiler als gedacht.

Doch für den Kryptomarkt bedeutet das nichts Gutes. Einerseits könnte die US-Notenbank Fed jetzt versucht sein, die nächste Zinssenkung in den Januar 2026 zu verschieben, andererseits fehlen in der aktuellen Betrachtung aktuelle Zahlen.
Nächster Schritt erst 2026?
Diese sollen für die Monate Oktober und November erst am 16. Dezember veröffentlicht werden. Die nächste Sitzung der Fed und damit die Entscheidung über die Leitzinsen findet jedoch bereits am 10. Dezember statt. Die Währungshüter könnten also versucht sein, nicht noch einmal im Blindflug zu agieren und alles beim Alten zu belassen.
Damit verschieben sich die Hoffnungen auf weitere Zinssenkungen auf das nächste Jahr. Entsprechend groß ist der Frust unter den Investoren, die aus Bitcoin und Co. flüchten.
