Bitcoin Prognose: Bärenmarkt wie immer – doch was heißt das?

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März 2026
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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

Zuletzt aktualisiert am: 

Bitcoin-Bullen haben es aktuell alles andere als leicht. Während die Aktienmärkte wieder neue Rekordstände markieren, bleibt Bitcoin weit von seiner früheren Stärke entfernt. Vom Allzeithoch notiert die größte Kryptowährung noch immer rund 50 Prozent tiefer, während zahlreiche Altcoins sogar 70 bis 90 Prozent ihres Wertes eingebüßt haben.

Die jüngsten Erholungsversuche wurden erneut verkauft, nachhaltiges Momentum fehlt weiterhin. Entsprechend bleibt die Stimmung am Kryptomarkt angespannt. Viele Anleger fragen sich, ob der aktuelle Bärenmarkt bereits seinen Tiefpunkt erreicht hat oder ob weitere Rückschläge bevorstehen. Einige Analysten sehen jedoch Parallelen zu früheren Bitcoin-Zyklen. Genau diese historischen Muster könnten Hinweise darauf liefern, wie weit der aktuelle Abschwung bereits fortgeschritten ist und was als Nächstes folgen könnte.

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Bitcoin verharrt seit 57 Tagen im „Uncharted Market Trend“

Die Analysten von Swissblock sehen den aktuellen Markt weiterhin in einer typischen Bärenmarktphase. Besonders bemerkenswert ist dabei die Einstufung von Bitcoin in den sogenannten „Uncharted Market Trend“. Bereits seit 57 Tagen befindet sich Bitcoin laut diesem Modell in einem Umfeld, das von hoher Unsicherheit, erhöhtem Risiko und überdurchschnittlicher Volatilität geprägt ist.

Der Begriff „Uncharted“ beschreibt dabei keinen klassischen Aufwärtstrend und auch keinen abgeschlossenen Boden. Vielmehr handelt es sich um eine Übergangsphase, in der der Markt seine bisherige Struktur verliert und nach einem neuen Gleichgewicht sucht. Genau diese Situation sei laut Swissblock derzeit zu beobachten. Liquiditätsstress, anhaltender Verkaufsdruck und wiederkehrende Kapitulationsphasen prägen das Bild.

Für viele Anleger wirken solche Marktphasen besonders frustrierend. Kurze Erholungen wecken Hoffnung, bevor sie wieder abverkauft werden. Dadurch entsteht der Eindruck, dass der Markt keinen klaren Trend entwickeln kann. Historisch betrachtet war dieses Verhalten jedoch häufig ein fester Bestandteil größerer Bitcoin-Bärenmärkte.

Swissblock betont, dass die aktuelle Situation zwar keineswegs als bullisch interpretiert werden sollte, gleichzeitig aber typische Merkmale einer fortgeschrittenen Bereinigungsphase aufweist. Je länger Bitcoin in diesem „Uncharted“-Bereich verweilt, desto mehr Zeit erhält der Markt, um überschüssiges Angebot aufzunehmen und schwache Hände aus dem Markt zu drängen. Genau dieser Prozess war in früheren Zyklen oftmals die Grundlage für die spätere Bodenbildung.

Noch gibt es keine Bestätigung für einen neuen Aufwärtstrend. Die Analysten sehen weiterhin ein Hochrisiko-Umfeld. Gleichzeitig sprechen die historischen Vergleiche dafür, dass sich Bitcoin nicht in einer außergewöhnlichen Situation befindet. Vieles erinnert an frühere Bärenmärkte, in denen langwierige und unangenehme Konsolidierungsphasen letztlich den Grundstein für den nächsten Zyklus legten. Die aktuelle Schwäche muss daher nicht zwangsläufig ein Zeichen weiterer struktureller Probleme sein, sondern könnte Teil des bekannten Bitcoin-Musters bleiben.

Bitcoin nähert sich der Kapitulationsphase – fehlt nur noch der letzte Ausverkauf?

Der CryptoQuant-Analyst Moreno sieht den Bitcoin-Markt aktuell in einer entscheidenden Phase des Bärenmarkts. Seine Analyse deutet darauf hin, dass ein großer Teil der schwachen Marktteilnehmer bereits aus dem Markt gespült wurde. Gleichzeitig fehlt aber noch die endgültige Bestätigung eines nachhaltigen Bodens.

Besonders auffällig ist die Entwicklung der realisierten Verluste. Während Bitcoin zu Jahresbeginn bereits eine massive Verkaufswelle erlebte, fielen die realisierten Verluste damals auf rund 400.000 BTC. Heute bewegt sich Bitcoin erneut in ähnlichen Kursregionen, doch die realisierten Verluste liegen lediglich bei rund 234.000 BTC. Für Moreno ist diese Divergenz ein wichtiges Signal. Sie zeigt, dass immer weniger Anleger bereit sind, ihre Coins panisch mit Verlust zu verkaufen.

Auch die Buy/Sell Pressure Delta-Metrik sendet ein ähnliches Bild. Verkaufsdruck ist weiterhin vorhanden, erreicht jedoch nicht mehr die extremen Niveaus früherer Kapitulationsphasen. Historisch war dies häufig ein Hinweis darauf, dass bereits ein großer Teil der schwachen Hände den Markt verlassen hat. Dennoch folgte in vielen Zyklen oft noch ein letzter Belastungstest, bevor der endgültige Boden gefunden wurde.

Etwas vorsichtiger fällt der Blick auf die langfristigen Daten aus. Die einjährige Kennzahl für realisierte Gewinne und Verluste befindet sich zwar bereits im negativen Bereich, hat jedoch noch nicht jene Extremwerte erreicht, die frühere große Bitcoin-Tiefs markierten. Genau deshalb schließt Moreno einen weiteren Rücksetzer nicht aus.

Sein Fazit fällt entsprechend differenziert aus: Der Markt befindet sich wahrscheinlich in einer späten Stressphase des Bärenmarkts. Die Intensität der Verluste nimmt ab und viele schwache Hände dürften bereits kapituliert haben. Entscheidend wird nun die Frage sein, ob Bitcoin auch ohne einen weiteren starken Abverkauf stabilisieren kann. Sollte jedoch noch eine letzte Verkaufswelle folgen, könnte genau diese finale Kapitulation den Weg für den nächsten langfristigen Boden und einen neuen Zyklus freimachen.

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Marktübersicht

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