Bitcoin-Hashrate verschiebt sich: Russland und China holen auf
Die USA bleiben zwar das dominierende Land im Bitcoin-Mining, verlieren im laufenden Jahr aber an relativem Gewicht: Der Anteil an der globalen Hashrate sank von 37,523 Prozent zu Jahresbeginn auf aktuell 36,7 Prozent. Zeitgleich verschiebt sich die geografische Verteilung der Netzwerk-Rechenleistung zugunsten Russlands, Chinas und einiger kleinerer Standorte, während die gesamte Bitcoin-Hashrate am 27. August 2026 bei 892,35 EH/s liegt und damit unter dem höheren Niveau vom Jahresanfang.
USA verlieren leicht an Mining-Anteil, bleiben aber führend
Laut den Statistiken der Hashrate-Heatmap von hashrateindex.com fiel der US-Anteil binnen der ersten drei Quartale 2026 um 0,823 Prozentpunkte. Das dritte Quartal lief zum Zeitpunkt der Datenerhebung seit etwas mehr als acht Wochen, fünf Wochen verblieben noch bis zum Quartalsende. Die Führungsposition der USA im globalen Mining bleibt davon unberührt.

Russland, die zweitgrößte Mining-Nation, verzeichnete dagegen einen Anstieg von 16,417 Prozent auf 17,2 Prozent Anteil an der Gesamthashrate – dies trotz eines Rückgangs der absoluten Rechenleistung von 175 EH/s auf rund 162 EH/s in den vergangenen 238 Tagen. Ähnlich verhält es sich bei China: Der Anteil stieg von 11,276 Prozent auf 12,2 Prozent, während die absolute Hashrate von 125 EH/s auf 115 EH/s zurückging. Beide Länder gewinnen also relativ an Boden, obwohl ihre eigene Rechenleistung ebenfalls schrumpft.
Paraguay legt gegen den Trend zu
Während die meisten großen Mining-Standorte gegenüber dem Jahresbeginn Anteile einbüßten, bewegt sich Paraguay in die entgegengesetzte Richtung. Der globale Anteil des Landes stieg von 4,034 Prozent auf 4,7 Prozent. Paraguay gewann laut den Daten der Heatmap seit Jahresbeginn zudem 1 EH/s an absoluter Hashrate hinzu.

Kanada verzeichnete dagegen einen leichten Rückgang von 2,627 Prozent auf 2,6 Prozent und verlor rund 4 EH/s. Kasachstan fiel von 2,064 Prozent auf 1,6 Prozent, Oman von 3,002 Prozent auf 2,8 Prozent und Äthiopien von 2,58 Prozent auf 2,4 Prozent. Aktuell halten die Vereinigten Arabischen Emirate 3 Prozent beziehungsweise 28 EH/s, Norwegen 1,7 Prozent beziehungsweise 16 EH/s und Indonesien rund 1,8 Prozent beziehungsweise 17 EH/s der weltweiten Hashrate. Zu den weiteren in der Heatmap aufgeführten Standorten zählen Mexiko mit 0,4 Prozent beziehungsweise 3,5 EH/s, Georgien mit 1,2 Prozent beziehungsweise 11 EH/s sowie Australien mit rund 0,3 Prozent beziehungsweise 3 EH/s.
Hashpreis könnte neue Mining-Standorte anziehen
Die Verschiebungen der vergangenen 238 Tage fallen insgesamt moderat aus, könnten sich laut der Datenquelle aber fortsetzen. Ein Treiber dafür ist der deutlich gestiegene Hashpreis, also der tägliche Umsatz pro Einheit Mining-Leistung: Der Spotpreis für einen Petahash pro Sekunde lag vor 30 Tagen bei 31,66 US-Dollar und stieg seitdem um 27,42 Prozent auf 40,34 US-Dollar.
Ein höherer Hashpreis könnte neue Marktteilnehmer aus verschiedenen Regionen in die Mining-Branche locken. Dadurch könnte sich die globale Landkarte des Bitcoin-Minings weiter verändern.
Quelle: cryptonews.net