Finanzplan sieht 25 Prozent Steuer auf Krypto-Gewinne vor
Die schwarz-rote Bundesregierung hat ihre Pläne zur Besteuerung von Kryptowährungen konkretisiert. Nach Angaben von BTC-ECHO liegt ein Finanzplan vor, den das Kabinett vor knapp zwei Wochen an den Bundesrat übermittelt hat. Der Vorstoß richtet sich gegen die bisherige Bitcoin-Jahreshaltefrist und ist innerhalb der Koalition umstritten.
Finanzplan nimmt Krypto-Haltefrist ins Visier
Dem Finanzplan zufolge sollen Gewinne aus Bitcoin und anderen Kryptowährungen künftig den Einkünften aus Kapitalvermögen zugerechnet werden. Veräußerungsgewinne wären damit unabhängig von der bisherigen Jahresfrist steuerpflichtig.

Vorgesehen ist eine Besteuerung mit 25 Prozent Abgeltungssteuer. Für Anleger würde dies bedeuten, dass die Haltedauer bei der im Plan vorgesehenen Besteuerung von Veräußerungsgewinnen keine Rolle mehr spielen würde.
Warum der Vorstoß für Anleger relevant ist
Die Jahresfrist ist ein zentraler Bezugspunkt in der Debatte über die steuerliche Behandlung von Kryptowährungen. Der Finanzplan stellt diese bisherige Regelung unmittelbar infrage und würde die steuerliche Einordnung von Gewinnen aus Bitcoin und anderen Kryptowährungen verändern.
Wer seine Anlageentscheidungen an der bisherigen Jahresfrist ausgerichtet hat, müsste die Folgen einer Umsetzung des Plans berücksichtigen. Entscheidend wäre dabei, wie die im Finanzplan vorgesehene Zuordnung zu den Einkünften aus Kapitalvermögen ausgestaltet würde.
Kritik aus der Unionsfraktion
Innerhalb der Regierungskoalition ist der Vorstoß laut BTC-ECHO umstritten. Aus Reihen der Unionsfraktion kommt demnach deutliche Kritik an den Plänen des SPD-geführten Finanzministeriums.

Die unterschiedlichen Positionen in der Koalition machen deutlich, dass die geplante Neuregelung politisch umkämpft ist. Der Finanzplan beschreibt den vorgesehenen Kurs der Bundesregierung, während die Kritik aus der Union auf Konflikte innerhalb des Regierungsbündnisses verweist.
Was der Plan vorsieht
Im Mittelpunkt steht die vorgesehene Behandlung von Gewinnen aus Bitcoin und anderen Kryptowährungen als Einkünfte aus Kapitalvermögen. Nach dem Plan sollen Veräußerungsgewinne unabhängig von der bisherigen Jahresfrist steuerpflichtig sein und mit 25 Prozent Abgeltungssteuer besteuert werden.
Für Anleger bleibt die weitere Entwicklung des Vorstoßes damit ein wichtiges Thema. Der Finanzplan und die Kritik innerhalb der Koalition zeigen, dass die Krypto-Besteuerung erneut im politischen Fokus steht.