Südkorea startet Pilotprogramm für institutionelle Krypto-Investoren

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Die südkoreanische Finanzaufsichtsbehörde FSC (Financial Services Commission) hat angekündigt, dass ausgewählte institutionelle Investoren ab der zweiten Jahreshälfte 2025 Handelskonten für virtuelle Vermögenswerte eröffnen dürfen. Rund 3.500 Unternehmen, darunter börsennotierte Firmen, sollen damit an einem Pilotprogramm teilnehmen können.

Was die FSC konkret plant

Es handelt sich nicht um eine pauschale Marktöffnung, sondern um einen Pilotversuch für qualifizierte Investoren. Nach Darstellung der FSC reagiert die Behörde damit auf eine starke Nachfrage institutioneller Marktteilnehmer nach einer Beteiligung an blockchainbezogenen Geschäftsaktivitäten. Diese Nachfrage habe die Entscheidung beeinflusst, Investitionen in Kryptowährungen zu ermöglichen.

Die Kommission erklärte zudem, der Schritt sei für Südkoreas Wettbewerbsfähigkeit im globalen Finanzmarkt wichtig, da immer mehr Länder virtuelle Vermögenswerte in ihre Volkswirtschaften integrierten. Finanzunternehmen bleiben in dieser Phase auf Empfehlung des FSC-Ausschusses für virtuelle Vermögenswerte zunächst ausgeschlossen. Damit sollen potenzielle Risiken für das breitere Finanzsystem begrenzt werden.

The skyline of Seoul's Yeouido financial district featuring the National Assembly Building and tall skyscrapers
The skyline of Yeouido’s financial district and the National Assembly Building in Seoul.

Schutzmaßnahmen als Bedingung

Die FSC plant verstärkte Schutzmaßnahmen für die Beteiligung von Unternehmen am Markt für virtuelle Vermögenswerte. Dazu gehören Transaktionsrichtlinien, die Banken bei der Prüfung von Transaktionszwecken und der Herkunft von Geldern unterstützen sollen. Börsen für virtuelle Vermögenswerte sollen zudem Verwahrungs- und Verwaltungsdienste von Drittanbietern nutzen.

Banken und Börsen sollen antragstellende Institutionen künftig detailliert überprüfen. Darüber hinaus ist eine verbesserte Informationsoffenlegung gegenüber Investoren vorgesehen. Für Unternehmen, die nicht als qualifizierte Investoren gelten, gibt die FSC noch keine Zusage: Weitere Entscheidungen sollen von der Entwicklung des Marktes für virtuelle Vermögenswerte, den Ergebnissen des Pilotprogramms und weiteren Faktoren abhängen.

Vorsichtige Öffnung für institutionelle Investoren

Der Pilot eröffnet ausgewählten Unternehmen einen regulierten Zugang zum Handel mit virtuellen Vermögenswerten, ohne Finanzunternehmen in der ersten Phase einzubeziehen. Die FSC verbindet den Schritt damit ausdrücklich mit Schutzvorgaben und einer Überprüfung der teilnehmenden Institutionen.

Der südkoreanische Kryptomarkt war nach ergänzenden Berichten bislang vor allem von Privatanlegern geprägt. Zum Vergleich: Bei Coinbase entfielen im ersten Halbjahr 2024 mehr als 80 Prozent des Handelsvolumens auf institutionelle Händler. Ob Südkorea den Zugang nach dem Pilotprogramm ausweitet, lässt die FSC offen und knüpft weitere Entscheidungen an die Auswertung des Tests und die Marktentwicklung.

Quelle: Investing.com

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