BitMart gibt Rückzug bekannt: Nächste Krypto-Börse pleite

Der Kryptomarkt steckt 2026 weiterhin in einem massiven Bärenmarkt. Bitcoin notiert mehr als 50 Prozent unter seinem Allzeithoch und entwickelt seit rund sechs Monaten kaum neue Dynamik. Noch schwächer präsentieren sich viele Altcoins: Ethereum hat mehr als 60 Prozent verloren, Solana liegt über 70 Prozent unter seinem Rekordhoch, während zahlreiche kleinere Kryptowährungen sogar Einbrüche von 80 oder 90 Prozent verkraften müssen.
Diese Entwicklung belastet das gesamte Ökosystem. Privatanleger zeigen deutlich weniger Interesse, Handelsvolumen und Risikobereitschaft sinken, während die Kritik am Kryptomarkt wieder zunimmt. Gleichzeitig konkurrieren Kryptowährungen stärker mit KI-Aktien und anderen Technologietiteln um spekulatives Kapital. Für Handelsplattformen bedeutet dieses Umfeld geringere Gebühreneinnahmen, weniger Aktivität und steigende wirtschaftliche sowie regulatorische Belastungen. Nun hat auch die Kryptobörse BitMart angekündigt, ihren Plattformbetrieb schrittweise vollständig einzustellen. Krypto-Börsen befinden sich in einer schwierigen Lage.
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BitMart stellt den Handel schrittweise ein
BitMart hat nach eigener Darstellung die wirtschaftliche Lage des Unternehmens, das aktuelle Marktumfeld und die zukünftige strategische Ausrichtung überprüft. Als Ergebnis dieser Bewertung werde die Handelsplattform nun in einem geordneten Verfahren abgewickelt. Der Rückzug erfolgt dabei nicht sofort, sondern über mehrere klar definierte Phasen.
Bereits am 26. Juli 2026 um 01:30 Uhr UTC beginnt BitMart damit, keine neuen Nutzer mehr aufzunehmen. Gleichzeitig werden Einzahlungen in Kryptowährungen und Fiatgeld schrittweise ausgesetzt. Nutzer sollten nach der jeweiligen Abschaltung keine weiteren Vermögenswerte mehr an BitMart senden, da verspätete Einzahlungen möglicherweise nicht automatisch dem Konto gutgeschrieben werden.
Auch der Handel wird unmittelbar eingeschränkt. Futures-Konten wechseln in den sogenannten Reduce-Only-Modus. Bestehende Positionen können somit nur noch reduziert oder geschlossen, aber nicht mehr vergrößert werden. Im Spot-Handel werden keine neuen Aufträge mehr angenommen. Copy Trading, Grid Trading, API-Handel und weitere automatisierte Angebote sollen ebenfalls schrittweise beendet werden. Noch offene Orders müssen von den Nutzern selbst storniert werden oder werden später automatisch vom System gelöscht.
Der entscheidende Termin folgt am 26. August 2026 um 01:00 Uhr UTC. Ab diesem Zeitpunkt stellt BitMart sämtliche Spot-, Futures- und sonstigen Handelsdienste ein. Noch offene Futures-Positionen können anschließend auf Grundlage des geltenden Mark-, Index- oder Abrechnungspreises zwangsweise geschlossen werden.
Auch Earn-Produkte, Staking, Lending und Launchpad-Angebote werden phasenweise beendet. Die vollständige Einstellung des Plattformbetriebs ist schließlich für den 31. Januar 2027 um 15:59 Uhr UTC vorgesehen.
Das müssen BitMart-Nutzer jetzt beachten
Nutzer sollten nicht bis zu den letzten Fristen warten, sondern ihre Konten möglichst frühzeitig überprüfen und sämtliche notwendigen Schritte einleiten. BitMart empfiehlt ausdrücklich, die Identitätsprüfung zu vervollständigen oder vorhandene KYC-Daten zu aktualisieren. Zudem sollten Sicherheitseinstellungen, hinterlegte E-Mail-Adressen und Zwei-Faktor-Authentifizierungen kontrolliert werden.
Offene Spot-Orders müssen storniert und sämtliche Futures- oder sonstigen Handelspositionen vor dem 26. August geschlossen werden. Guthaben aus Staking-, Earn-, Lending- oder vergleichbaren Produkten sollten frühzeitig eingelöst werden. Danach können Nutzer ihre Kryptowährungen auf eine andere Börse oder vorzugsweise eine selbst verwaltete Wallet übertragen. Dabei müssen Netzwerk, Zieladresse und gegebenenfalls erforderliche Memo- oder Tag-Angaben besonders sorgfältig geprüft werden.
BitMart weist darauf hin, dass Auszahlungen weiterhin möglich bleiben, jedoch einer manuellen Überprüfung unterliegen können. Kontrolliert werden könnten unter anderem Identität, IP-Adressen, Herkunft der Gelder, Transaktionshistorie oder die Eigentümerschaft der Empfängeradresse. Durch ein erhöhtes Anfragevolumen, zusätzliche Dokumentenanforderungen oder ausgelastete Blockchains sind längere Bearbeitungszeiten möglich.
Nutzer sollten außerdem Kontoauszüge sowie Einzahlungs-, Auszahlungs- und Handelshistorien herunterladen und sicher speichern. Besonders wichtig ist der Schutz vor Betrug: BitMart verlangt niemals private Schlüssel, Passwörter, Authenticator-Codes oder angebliche Gebühren für eine beschleunigte Auszahlung. Informationen sollten ausschließlich über die offizielle Website, App, registrierte E-Mails oder den offiziellen Support bezogen werden.
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