Bitcoin auf 30.000 Dollar? Analysten sind sich uneinig

Der Bitcoin-Kurs bewegt sich weiterhin in einer entscheidenden Phase des aktuellen Marktzyklus. Während einige Analysten davon ausgehen, dass das Schlimmste noch bevorsteht, sehen andere bereits auffällige Parallelen zu früheren Zykluskorrekturen, die letztlich den Startschuss für die nächste Aufwärtsbewegung markierten.
Neue Analysen von Galaxy Research und mehreren bekannten Marktbeobachtern zeigen, dass die Einschätzungen derzeit weit auseinandergehen. Fest steht jedoch: Die kommenden Monate könnten für Bitcoin-Anleger entscheidender werden als jede andere Phase seit dem Hoch im Jahr 2025.
Galaxy Research erwartet mögliches Tief zwischen 40.000 und 46.000 Dollar
Laut einer aktuellen Untersuchung von Galaxy Research könnte Bitcoin sein endgültiges Zyklustief noch nicht erreicht haben.
Die Analysten verweisen darauf, dass bisher lediglich vier von insgesamt 13 historischen Bodenindikatoren ausgelöst wurden. In früheren Marktzyklen seien deutlich mehr Signale aktiviert worden, bevor ein nachhaltiger Boden gebildet wurde.
Auf Basis verschiedener On-Chain-Daten und Marktindikatoren sieht Galaxy Research ein Basisszenario, bei dem Bitcoin bis Ende 2026 auf einen Bereich zwischen 40.000 und 46.000 US-Dollar fallen könnte.
In einem stärkeren Kapitulationsszenario halten die Analysten sogar Kurse zwischen 30.000 und 37.000 US-Dollar für möglich.
Historische Zyklen liefern gemischte Signale
Ein Blick auf frühere Bitcoin-Zyklen zeigt tatsächlich, dass größere Korrekturen häufig deutlich tiefer ausfielen als die aktuelle Bewegung.
Nach den Hochpunkten der Jahre 2013, 2017 und 2021 verlor Bitcoin zwischen 77 und 85 Prozent seines Wertes, bevor ein nachhaltiger Boden entstand.
Im aktuellen Zyklus liegt der maximale Rückgang bislang bei rund 51 Prozent. Für einige Analysten spricht dies dafür, dass der Markt noch nicht die typische finale Kapitulationsphase durchlaufen hat.
Allerdings argumentieren andere Marktbeobachter, dass sich das Umfeld im Jahr 2026 grundlegend von früheren Zyklen unterscheidet.
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Analyst sieht Parallelen zur Korrektur von 2019 und 2020
Der bekannte Marktanalyst Sykodelic verweist auf bemerkenswerte zeitliche Übereinstimmungen mit der Korrekturphase zwischen 2019 und 2020.
Damals benötigte Bitcoin rund 252 Tage vom Hoch bis zum Tiefpunkt. Anschließend dauerte es weitere 252 Tage, bis die alten Höchststände wieder erreicht wurden.
Interessanterweise liegt auch die aktuelle Korrektur inzwischen ungefähr in diesem Zeitfenster.
Sollte sich dieses Muster erneut wiederholen, könnte Bitcoin laut der Analyse bereits vor Oktober 2026 einen tragfähigen Boden ausbilden und anschließend in eine längere Erholungsphase übergehen.
Der Analyst betont jedoch, dass sich Märkte niemals exakt wiederholen und historische Vergleiche lediglich Orientierung bieten können.
Business-Zyklus könnte entscheidender sein als frühere Bärenmärkte
Ein weiterer wichtiger Unterschied zu früheren Marktphasen liegt laut mehreren Analysten im makroökonomischen Umfeld.
Während die Bärenmärkte 2018 und 2022 von einer wirtschaftlichen Abschwächung begleitet wurden, befindet sich der aktuelle Konjunkturzyklus in einer deutlich anderen Position.
Insbesondere der starke Einbruch während der Corona-Pandemie im Jahr 2020 wird von einigen Experten als Sonderereignis betrachtet, das historische Vergleiche erschwert.
Dadurch könnte auch die aktuelle Bitcoin-Korrektur anders verlaufen als in früheren Vierjahreszyklen.
Die nächsten Monate bleiben entscheidend
Ob Bitcoin tatsächlich noch einmal deutlich tiefere Kurse ansteuert oder bereits den Großteil seiner Korrektur hinter sich hat, bleibt vorerst offen.
Während Galaxy Research weitere Rückschläge bis in den Bereich von 40.000 US-Dollar nicht ausschließt, sehen andere Analysten zunehmend Anzeichen dafür, dass sich der Markt bereits in der Endphase der Korrektur befinden könnte.
Für Anleger dürfte daher vor allem die Entwicklung in den kommenden Monaten entscheidend werden. Sie könnte zeigen, ob Bitcoin noch einmal eine klassische Kapitulationsphase erlebt oder ob die nächste größere Erholung bereits näher ist als viele derzeit erwarten.
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