Krypto News: US-Senatoren fordern Überprüfung von Bitcoin-Regeln für Banken

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Patrick KraussVerified
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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

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Der politische Rückenwind für Bitcoin in den USA könnte weiter zunehmen. Die Senatoren Cynthia Lummis und Dan Sullivan haben sich mit einem Schreiben an die US-Notenbank Federal Reserve (Fed), die Einlagensicherungsbehörde FDIC sowie die Bankenaufsicht OCC gewandt und eine Neubewertung der aktuellen Behandlung von Bitcoin und anderen digitalen Vermögenswerten gefordert.

Im Mittelpunkt der Kritik steht die Umsetzung der Basel-Regeln für Kryptowährungen. Nach Ansicht der Senatoren erschweren die bestehenden Vorschriften Banken den Zugang zu Bitcoin erheblich und wirken faktisch wie ein Verbot für die Haltung digitaler Vermögenswerte in Bankbilanzen.

Hohe Kapitalanforderungen bremsen Banken aus

Konkret kritisieren die Senatoren die sogenannte Risikogewichtung von Bitcoin. Nach dem aktuellen Basel-Rahmenwerk wird Bitcoin mit einem Risikogewicht von 1.250 % eingestuft.

In der Praxis bedeutet dies, dass Banken für ihre Bitcoin-Bestände Kapitalreserven in Höhe des gesamten Engagements oder sogar darüber hinaus vorhalten müssen. Hält eine Bank beispielsweise Bitcoin im Wert von 100 Millionen US-Dollar, könnte sie verpflichtet sein, zusätzlich mehr als 100 Millionen US-Dollar an Eigenkapital als Sicherheit bereitzuhalten.

Aus Sicht vieler Finanzinstitute macht dies die Haltung von Bitcoin wirtschaftlich unattraktiv und verhindert eine breitere Integration digitaler Vermögenswerte in den traditionellen Bankensektor.

Senatoren sprechen von einem „faktischen Verbot“

In ihrem Schreiben bezeichnen Lummis und Sullivan die Regelung als einen „de-facto Bann“ für digitale Vermögenswerte innerhalb des Bankensystems.

Die Senatoren argumentieren, dass die aktuelle Behandlung wichtige Eigenschaften von Bitcoin nicht ausreichend berücksichtige. Dazu zählen die hohe Liquidität des Marktes, die Transparenz der Blockchain, die globale Handelbarkeit rund um die Uhr sowie das umfangreiche Derivate-Ökosystem.

Darüber hinaus verweisen sie darauf, dass Bitcoin im Gegensatz zu vielen anderen Anlageklassen jederzeit öffentlich überprüfbar sei und Transaktionen dauerhaft dokumentiert würden.

Basel-Komitee prüft bereits Anpassungen

Interessanterweise könnte Bewegung in die Debatte kommen. Das Basel-Komitee selbst hatte bereits Ende 2025 angekündigt, sein Regelwerk für Kryptowährungen erneut zu überprüfen.

Die Senatoren sehen darin einen Hinweis darauf, dass auch die internationalen Regulierungsbehörden den aktuellen Rahmen nicht als endgültig betrachten. Ihrer Ansicht nach sollte die US-Regulierung stärker auf die tatsächlichen Risiken und Eigenschaften einzelner Vermögenswerte eingehen, anstatt Kryptowährungen pauschal mit den höchsten Risikokategorien zu belegen.

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Neue Krypto-Gesetze erhöhen den Druck auf Regulierer

Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der US-Kongress mehrere Gesetzesinitiativen zur Regulierung digitaler Vermögenswerte vorantreibt.

Insbesondere die Diskussion rund um neue Marktstrukturgesetze und klare Zuständigkeiten für Kryptowährungen hat in Washington zuletzt deutlich an Fahrt aufgenommen. Viele Marktteilnehmer sehen darin einen wichtigen Schritt, um institutionellen Investoren mehr Rechtssicherheit zu bieten.

Sollten die Kapitalanforderungen für Bitcoin tatsächlich gelockert werden, könnte dies langfristig dazu führen, dass Banken Bitcoin einfacher halten, verwahren und ihren Kunden entsprechende Dienstleistungen anbieten können. Damit würde ein weiterer potenzieller Wachstumstreiber für die institutionelle Adoption von Bitcoin entstehen.

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