Bitcoin am absoluten Tiefpunkt?

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Mar 2026
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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

Zuletzt aktualisiert am: 

Der Bitcoin-Kurs hat in den vergangenen Wochen einen massiven Rückschlag erlitten. Seit dem Voranschreiten des sogenannten Clarity Act im US-Senat verlor die Kryptowährung rund 20 % an Wert. Gleichzeitig verzeichneten die Spot-Bitcoin-ETFs laut verschiedenen Marktbeobachtern Abflüsse von mehr als 4 Milliarden US-Dollar.

Während viele Anleger die aktuelle Schwächephase als Warnsignal interpretieren, sehen andere darin Parallelen zu früheren Markt-Tiefs. Besonders auffällig: Mehrere bekannte Indikatoren befinden sich inzwischen auf Niveaus, die zuletzt während des FTX-Kollapses im Jahr 2022 erreicht wurden.

Bitcoin fällt trotz regulatorischer Fortschritte

Eigentlich sollte die regulatorische Entwicklung in den USA als positiv für den Kryptomarkt gewertet werden. Der Clarity Act gilt als wichtiger Schritt auf dem Weg zu klareren Regeln für digitale Vermögenswerte und könnte langfristig institutionelle Investoren anziehen.

Doch die unmittelbare Marktreaktion fiel genau gegenteilig aus.

Seit dem Fortschreiten des Gesetzes im Senat verlor Bitcoin rund ein Fünftel seines Wertes. Gleichzeitig verzeichneten die US-Spot-Bitcoin-ETFs laut Daten von ETF-Analyst Eric Balchunas über mehrere Wochen hinweg nahezu durchgehend Kapitalabflüsse. Insgesamt sollen rund 4,36 Milliarden US-Dollar aus den Produkten abgezogen worden sein.

Marktbeobachter diskutieren nun verschiedene Erklärungen für diese Entwicklung. Eine Theorie besagt, dass institutionelle Investoren aktuell Kapital aus Kryptowährungen abziehen und stattdessen in traditionelle Aktienmärkte umschichten, die weiterhin neue Rekordstände markieren.

Andere vermuten, dass größere Marktteilnehmer die aktuelle Unsicherheit nutzen könnten, um günstig Bitcoin zu akkumulieren, bevor endgültige regulatorische Klarheit geschaffen wird.

Rainbow Chart signalisiert historisch günstige Bewertungszone

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält derzeit das sogenannte Bitcoin Rainbow Chart.

Dieser langfristige Bewertungsindikator ordnet den Bitcoin-Kurs in verschiedene historische Bewertungszonen ein. Aktuell befindet sich Bitcoin laut dem Modell erstmals seit längerer Zeit wieder unterhalb der sogenannten „Fire Sale“-Zone.

Historisch trat diese Einstufung nur in Phasen extremer Marktpanik auf. Zuletzt wurde ein ähnliches Signal während des Zusammenbruchs der Kryptobörse FTX Ende 2022 beobachtet.

Damals markierte die Panik letztlich den Tiefpunkt des Bärenmarktes, bevor Bitcoin in den folgenden Jahren eine neue Aufwärtsbewegung startete.

Natürlich garantiert das Modell keine zukünftige Kursentwicklung. Dennoch betrachten viele langfristige Investoren solche Phasen traditionell als attraktive Akkumulationszonen.

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Größter Wochenverlust seit dem FTX-Crash

Auch ein weiterer Indikator sorgt derzeit für Diskussionen.

Laut Daten von Bitcoin Archive handelt es sich um den stärksten prozentualen Wochenverlust seit dem FTX-Kollaps im November 2022. Damals verlor Bitcoin innerhalb kurzer Zeit rund 22 %, bevor sich ein langfristiger Boden ausbildete.

Die aktuelle Korrektur bewegt sich mit etwa 17 % zwar leicht darunter, gehört aber dennoch zu den stärksten Rücksetzern der vergangenen Jahre.

Historisch betrachtet gingen derartige Kapitulationsphasen häufig mit extrem negativen Marktstimmungen einher. Genau diese Stimmungslage ist aktuell erneut zu beobachten.

Kommt jetzt die Trendwende?

Ob der aktuelle Kursrückgang tatsächlich einen Boden markiert, bleibt offen.

Kurzfristig belasten ETF-Abflüsse, schwache Marktstimmung und Unsicherheit über die weitere Entwicklung der globalen Liquidität weiterhin den Markt. Gleichzeitig befinden sich jedoch mehrere langfristige Bewertungsindikatoren inzwischen auf Niveaus, die in der Vergangenheit häufig mit attraktiven Einstiegsgelegenheiten zusammenfielen.

Für Anleger dürfte daher entscheidend sein, ob Bitcoin in den kommenden Wochen wieder institutionelles Kapital anziehen kann und ob sich die ETF-Zuflüsse stabilisieren.

Sollte dies gelingen, könnten die aktuellen Kursniveaus rückblickend ähnlich bewertet werden wie die Panikphase während des FTX-Crashs. Bleiben die Abflüsse hingegen bestehen, könnte die Korrektur zunächst weiter anhalten.

Fest steht: Der Markt befindet sich aktuell an einem Punkt, an dem sowohl Bullen als auch Bären überzeugende Argumente für ihre jeweilige Sichtweise finden.

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