Altcoins vor 30 bis 60 Prozent Kursanstieg? Analyst setzt auf Bitcoin-Rallye bis 86.000 Dollar
Sollte Bitcoin die Marke von 86.000 US-Dollar zurückerobern, könnte sich das in einer deutlichen Aufholjagd der Altcoins niederschlagen. Analyst Michael van de Poppe sieht das Potenzial für massive Gewinne – doch der Markt ist gespalten.
Die Krypto-Märkte stehen an einem entscheidenden Punkt. Bitcoin notiert aktuell bei rund 77.890 US-Dollar und hat in den vergangenen 30 Tagen bereits über 11 Prozent zugelegt. Für Michael van de Poppe, Gründer von MN Trading Capital, ist das erst der Anfang: Er erwartet, dass die aktuelle Aufwärtsbewegung genug Schwung hat, um Bitcoin bis auf 86.000 US-Dollar zu tragen – ein Niveau, das zuletzt Ende Januar erreicht wurde. Als wesentlichen Treiber nennt van de Poppe die V-förmige Erholung des Nasdaq, der im gleichen Zeitraum ebenfalls rund 11 Prozent zulegte und damit das enge Wechselspiel zwischen Technologieaktien und dem Krypto-Markt unterstreicht.
Altcoins mit massivem Aufholpotenzial
Besonders interessant ist van de Poppes Ausblick auf den Altcoin-Markt. Sollte Bitcoin die 86.000-Dollar-Marke anlaufen, rechnet er mit Kursgewinnen von 30 bis 60 Prozent bei Altcoins – eine Einschätzung, die angesichts der aktuellen Ausgangslage nicht überraschend kommt. Die Gesamtmarktkapitalisierung aller Altcoins liegt noch immer rund 28 Prozent unter dem Oktober-Hoch, der Nachholbedarf ist also erheblich. Unter Marktteilnehmern gilt dabei die klassische Abfolge: Erst müssen Bitcoin und Ethereum neue Hochs markieren, bevor frisches Kapital weiter in kleinere Altcoins rotiert.
Kritische Marken und gespaltenes Marktbild
Nicht alle teilen van de Poppes Optimismus. Polymarket-Händler beziffern die Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin vor dem 1. Mai unter 75.000 US-Dollar fällt, auf 55 Prozent. Bitcoin-Analyst Willy Woo bezeichnet 80.000 US-Dollar als entscheidenden Testlevel, während der pseudonyme Analyst Jelle offen lässt, ob das Bärenmarkt-Tief bereits erreicht ist. Auf der makroökonomischen Seite sieht Bitwise-Forschungsleiter Andre Dragosch gleich drei potenzielle Aufwärtskatalysatoren für Bitcoin: sinkende Rezessionsrisiken, fallende Zinsen trotz erhöhter Inflation sowie die Möglichkeit, dass Bitcoin zum globalen Geldmengenwachstum aufschließt – begünstigt durch nachlassende Bedenken rund um Quantencomputing. Entscheidend bleibt vorerst die Marke von 75.000 US-Dollar – hält Bitcoin dieses Niveau, steigen die Chancen auf den von van de Poppe erwarteten nächsten Schub erheblich.
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