Arthur Hayes: Zurückhaltung trotz langfristigem Optimismus
Arthur Hayes, der Mitbegründer von BitMEX, hat in einem aktuellen Podcast eine überraschend vorsichtige Haltung eingenommen. Obwohl er weiterhin an sein langfristiges Ziel von 250.000 US-Dollar pro Bitcoin für das Jahr 2026 glaubt, würde er zum jetzigen Zeitpunkt “keinen einzigen Dollar” investieren. Sein Hauptargument: Er wartet auf ein eindeutiges Signal der US-Notenbank Federal Reserve.
Die Logik hinter der Warteposition
Für Hayes ist nicht der Krieg an sich ein Treiber für Bitcoin, sondern die Art und Weise, wie Regierungen darauf reagieren. Er argumentiert, dass die Fed früher oder später gezwungen sein wird, die “Gelddruckmaschinen” anzuwerfen, um die militärischen Ausgaben im Nahen Osten zu finanzieren. Erst wenn diese Lockerung der Geldpolitik (Quantitative Easing) eintritt, sieht er den idealen Zeitpunkt für einen Einstieg gekommen.
- Zentrales Dogma: “Geldverdrucken ist gut für Bitcoin, nicht der Konflikt selbst.”
- Risiko: Solange die geopolitischen Spannungen anhalten, ohne dass die Fed eingreift, befürchtet Hayes einen massiven Abverkauf bei Aktien und Kryptowährungen.
- Kursziel: Er warnt davor, dass Bitcoin unter 60.000 US-Dollar fallen könnte, was eine Kaskade von Liquidationen auslösen würde.
Ein einsames Signal im bullischen Lager?
Hayes’ Einschätzung steht im Kontrast zu anderen Marktbeobachtern wie Michaël van de Poppe, die aufgrund der Stärke des Nasdaq bereits jetzt weiteres Aufwärtspotenzial sehen. Hayes hingegen bleibt bei seiner Einschätzung, dass wir uns derzeit in einer “No-Trade-Zone” befinden. Dennoch betont er, dass er nicht damit rechnet, Bitcoin noch viele Jahre lang unter der 100.000-Dollar-Marke zu sehen, sobald die Liquiditätsspritzen der Zentralbanken erst einmal greifen.
Interessant ist zudem die historische Einordnung: Bitcoin notiert derzeit rund 45% unter seinem Allzeithoch von 126.000 US-Dollar, das im Oktober 2025 erreicht wurde. Für Hayes ist dieser Rückgang jedoch noch kein sicheres Zeichen für einen Boden, solange die makroökonomischen Rahmenbedingungen durch die US-Außenpolitik und die Zinspolitik der Fed so ungewiss bleiben.
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