Italiens Zentralbank engagiert Kryptounternehmen, um wichtige Krypto- und Cybersicherheitsrisiken anzugehen

Die italienische Zentralbank und die Wertpapieraufsichtsbehörde führen aktive Gespräche mit Kryptoanbietern, um solide Finanz- und Cybersicherheitsmaßnahmen zu gewährleisten, so der Gouverneur der italienischen Zentralbank Fabio Panetta.
In seiner Rede auf dem 31. Assiom Forex Congress am 15. Februar sprach Panetta die wichtigsten Bedenken im Zusammenhang mit digitalen Finanzen, Kryptowährungsregulierungen und Cybersicherheitsrisiken an.
Er wies darauf hin, dass das globale Krypto-Ökosystem aufgrund seiner potenziellen Verbindungen zur Geldwäsche und allgemeiner Bedenken hinsichtlich der Finanzstabilität zunehmend von den Aufsichtsbehörden geprüft wird.
Hauptunterschiede zwischen den europäischen und amerikanischen Krypto-Vorschriften
Panetta wies auf die Unterschiede zwischen den europäischen und den US-amerikanischen Regulierungsrahmen hin.
Er wies darauf hin, dass Europa die Verordnung über Märkte für Krypto-Assets (MiCA) eingeführt hat, um klare Richtlinien für die Branche festzulegen, während die USA Kryptowährungen weiterhin von Fall zu Fall regulieren, je nachdem, ob Assets als Wertpapiere gelten.
Er verwies auch auf die jüngste Executive Order der Trump-Administration zur digitalen Finanztechnologie, die am 23. Januar veröffentlicht wurde und die einen offeneren Ansatz zur Integration von Kryptowährungen in das Finanzsystem signalisiert.
Panetta warnte, dass regulatorische Diskrepanzen zwischen Europa und den USA von Kryptoanbietern ausgenutzt werden könnten, um die finanzielle Integrität zu untergraben.
„Diese regulatorischen Divergenzen zwischen den Vereinigten Staaten und Europa müssen sorgfältig bewertet werden, sobald die Position der US-Behörden klarer wird, um ihre internationalen Auswirkungen zu verstehen“, erklärte er.
Die Bank von Italien arbeitet eng mit der Commissione Nazionale per le Società e la Borsa (Consob), der italienischen Finanzmarktaufsicht, zusammen, um die mit digitalen Assets verbundenen Risiken zu bewerten.
Die beiden Behörden haben auf Liquiditätsrisiken hingewiesen, da immer mehr Nutzer Online-Plattformen für Einzahlungen und Abhebungen nutzen.
Um diese Bedenken auszuräumen, führen sie Gespräche mit Kryptounternehmen, die in Italien tätig werden wollen.
„Die Aufgabe der Banca d’Italia ist es, sicherzustellen, dass diese Unternehmen über angemessene Sicherheitsvorkehrungen verfügen, um strategische, operative und finanzielle Risiken sowie Risiken im Zusammenhang mit Geldwäsche und der Umgehung internationaler Sanktionen zu bewältigen“, erklärte Panetta.
Darüber hinaus warnte Panetta vor dem Aufkommen digitaler Token, die von großen Technologieunternehmen ausgegeben werden, und argumentierte, dass die weit verbreitete Einführung solcher Assets die Rolle der traditionellen Banken bedrohen könnte.
„Geschäftsbanken würden riskieren, einen wichtigen Teil ihrer Geschäfte zu verlieren“, warnte er und betonte die Notwendigkeit einer koordinierten globalen Regulierung.
Italien verstärkt die Überwachung des Kryptomarktes
Letztes Jahr hat Italien Maßnahmen ergriffen, um seine Aufsicht über die Kryptowährungsmärkte im Einklang mit dem MiCA-Regulierungsrahmen zu verstärken.
Diese Schritte zielen darauf ab, die Überwachung zu verbessern, Insiderhandel zu bekämpfen und Marktmanipulationen im Bereich der digitalen Assets zu verhindern.
Das neue Dekret führt strenge Maßnahmen ein, um die mit Kryptowährungen verbundenen Risiken zu mindern.
Es sieht erhebliche Geldstrafen zwischen 5.400 und 5,4 Millionen Dollar für Vergehen wie Insiderhandel, Marktmanipulation und unerlaubte Weitergabe vertraulicher Informationen vor.
