Justizvollzugsbeamter betrügt Krypto-Anleger und renoviert mit dem Erlös sein Badezimmer

SEC
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Einen ungewöhnlichen Fall von Betrug mit Krypto haben die Behörden in den USA aufgedeckt. Jetzt sieht sich ein Justizvollzugsbeamte einer Anklage gegenüber, hat jedoch ein frisch renoviertes Badezimmer.

Krypto-Betrug

Sicherheitsbeamte sind in den USA zumeist hoch angesehen. Das hat sich ein Betrüger zunutze gemacht und so mehr als 602.000 Dollar für einen neuen Token eingesammelt. Einen Teil der Investorengelder nutzte er dazu, um sein Badezimmer auf Vordermann zu bringen.

Blazar war eine Luftblase

Der 47-Jährige kreierte im Jahr 2021 die Kryptowährung Blazar. Diese bot er über die Plattform Facebook Kollegen und Rettungskräften an. Einige ließen sich von den astronomisch hohen Renditeversprechungen überzeugen und steckten ihr Geld in das Projekt.

Immerhin gab der „Emittent“ an, in den letzten zwei Jahre mit Blazar rund 1.200 Prozent Rendite erwirtschaftet zu haben. Die Anleger seien so begeistert, dass sie ihm ihr Geld förmlich hinterherwarfen, so warb er um das Vertrauen neuer Investoren. Mit dieser Rendite gehöre er zum 1000stel-Prozent der Welt, behauptete er darüber hinaus.

220 Betroffene in den USA

Wie aus einem Bericht hervorgeht, soll der Justizvollzugsbeamte allerdings rund 10.000 Dollar dafür verwendet haben, um damit einen Bauunternehmer zu bezahlen, der sein Badezimmer renoviert hatte. Doch der Fall flog auf, die amerikanische Börsenaufsicht SEC ermittelt und brachte den Betrüger zu Fall.

Insgesamt sind rund 220 Personen von dem Fall betroffen, sie steckten 620.000 Dollar in ein Projekt, das zum Scheitern verurteilt war. Dabei kassierte der Betrüger zumeist die Ersparnisse der Betroffenen. Als Argument, ihm ihr Geld anzuvertrauen, benutzte er sogar die Börsenaufsicht. Er gab an, dass seine Kryptowährung Blazar bei der SEC registriert sei.

Der Fall zeigt, wie wichtig es ist neue Kryptowährungen genau zu prüfen. Regelmäßig kommen neue Token, wie Sonik, auf den Markt und werben um Investoren. Sie leiden unter Betrügern, die den Markt vergiften.

Geld verloren und veruntreut

Doch der plötzliche Reichtum hielt nicht lange an. Der Justizvollzugsbeamte verlor einen erheblichen Teil der Anlegergelder durch spekulative Investitionen und veruntreute den Rest. Den Investoren erklärte er später, dass ihre Anlage durch das schwierige Umfeld am Markt jeglichen Wert verloren hätte. Doch davor hatte er bereits 56.000 Dollar auf seine private Wallet und 6.000 Dollar auf ein Konto seiner Tochter überwiesen.

Jetzt droht ihm eine Haftstrafe von bis zu 20 Jahren. Die Anklage lautet auf Wertpapier- und Überweisungsbetrug, sowie Geldwäsche. Daneben erwartet den Betrüger eine hohe Geldstrafe.

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