{"id":203091,"date":"2026-09-27T10:00:00","date_gmt":"2026-09-27T09:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/cryptonews.com\/de\/news\/finanzinfrastruktur-payward-banken-fintechs\/"},"modified":"2026-09-27T10:00:00","modified_gmt":"2026-09-27T09:00:00","slug":"finanzinfrastruktur-payward-banken-fintechs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cryptonews.com\/de\/news\/finanzinfrastruktur-payward-banken-fintechs\/","title":{"rendered":"Milliarden-Deals: Payward zielt auf Banken und Fintechs"},"content":{"rendered":"
Payward, die in Wyoming ans\u00e4ssige Muttergesellschaft der Kryptob\u00f6rse Kraken<\/strong>, baut ihr Gesch\u00e4ft zu einer gemeinsamen Finanzinfrastruktur aus. Das Unternehmen investiert Milliarden in \u00dcbernahmen, Partnerschaften und neue Produkte, um Handel, Banking, Verm\u00f6gensverwaltung und Dienstleistungen f\u00fcr andere Finanzunternehmen auf einer einzigen Plattform zu b\u00fcndeln. Damit verl\u00e4sst Payward den reinen Wettbewerb um Endkunden am Spotmarkt und positioniert sich zunehmend als Zulieferer f\u00fcr Banken, Broker und Fintechs.<\/p> In den vergangenen zwei Jahren hat Payward mehrere Milliarden US-Dollar f\u00fcr \u00dcbernahmen ausgegeben, die den \u00dcbergang von der reinen Handelsplattform zur Finanzinfrastruktur untermauern sollen. F\u00fcr NinjaTrader<\/strong> zahlte das Unternehmen 1,5 Milliarden US-Dollar, um eine US-Futures-Brokerage samt Technologie und beh\u00f6rdlichen Genehmigungen aufzubauen, wie Payward und Kraken Co-CEO Arjun Sethi<\/strong> im Interview mit CoinDesk erkl\u00e4rte.<\/p> Ein zweiter gro\u00dfer Deal folgte mit Bitnomial<\/strong> f\u00fcr 550 Millionen US-Dollar, der Payward regulierte Derivateinfrastruktur einschlie\u00dflich B\u00f6rse, Clearingstelle und Terminhandelsmakler einbrachte. Laut Sethi steht das Unternehmen zudem kurz vor der \u00dcbernahme einer Bank in Europa, ohne dass er das konkrete Zielunternehmen nannte. Parallel dazu hat sich Nasdaq<\/strong> in diesem Monat verpflichtet, 100 Millionen US-Dollar in Payward zu investieren; gemeinsam planen beide Unternehmen den Start von Nasdaq Equity Tokens f\u00fcr das zweite Quartal 2027, vorbehaltlich der regulatorischen Genehmigung.<\/p> Sethi beschreibt das Modell als eine Plattform mit einer Bilanz und einem regulatorischen Stack anstelle einer klassischen Holdingstruktur. Zentral daf\u00fcr ist, was er als \u201eOne Ledger\u201c bezeichnet: die M\u00f6glichkeit, Geld und Verm\u00f6genswerte zwischen Produkten zu bewegen, ohne das \u00fcbliche Geflecht an Vermittlern hinter traditionellen Finanzsystemen.<\/p> Payward strukturiert seine Strategie in vier S\u00e4ulen: Handel \u00fcber Kraken, Banking, Verm\u00f6gensverwaltung und Payward Services als B2B-Infrastruktursparte. Kraken selbst verf\u00fcgt laut Sethi \u00fcber rund 6,6 Millionen finanzierte Konten mit Verm\u00f6genswerten zwischen 40 und 50 Milliarden US-Dollar, verteilt auf mehr als 190 L\u00e4nder und Gebiete. Rund um diese Konten baut Payward Angebote wie Karten, Kredite, Derivate und tokenisierte Aktien aus, erg\u00e4nzt durch Kraken Financial, eine in Wyoming zugelassene Special Depository Institution. \u00c4hnlich wie ein Krypto-Finanzdienstleister, der zuletzt in Brokerage- und Clearing-Infrastruktur expandierte<\/a>, setzt Payward damit auf regulierte Zusatzdienste statt auf reinen Handel als Umsatztreiber.<\/p> Die Investmentbank Architect Partners<\/strong> ordnet Paywards Vorgehen als eigenst\u00e4ndiges Modell ein: Statt alle Produkte unter der Kraken-Marke zu b\u00fcndeln, entwickle das Unternehmen einen regulierten Infrastruktur-Stack, der mehrere Marken, Kundensegmente und Partnerkan\u00e4le gleichzeitig bedienen kann. Genau darin unterscheide sich Payward von Wettbewerbern, die auf eine einzige \u201eEverything Exchange\u201c setzen.<\/p> Praktisch zeigt sich das bei Payward Services<\/strong>, das Banken, Fintechs, Brokerh\u00e4usern und Krypto-Plattformen \u00fcber einen gemeinsamen Satz von APIs Zugriff auf Verwahrung, Liquidit\u00e4t, Compliance, Risikomanagement, Zahlungen und Abwicklung gibt. Nach Angaben von Sethi entwickeln mindestens 25 Unternehmen derzeit Produkte auf dieser Infrastruktur, darunter auch Hyperliquid<\/strong>. Der Ansatz erinnert an Modelle, bei denen ein Kryptoanbieter seine Technologie als B2B-L\u00f6sung f\u00fcr ein gr\u00f6\u00dferes Bankennetz bereitstellt<\/a>, statt ausschlie\u00dflich auf Endkunden zu zielen.<\/p> Beim reinen Spot-Handelsvolumen bleibt Kraken deutlich kleiner als die gr\u00f6\u00dften Wettbewerber. Nach Daten von CoinGecko lag der durchschnittliche t\u00e4gliche Spot-Handel in den ersten vier Monaten des Jahres 2026 bei rund 1,1 Milliarden US-Dollar, w\u00e4hrend Binance im zweiten Quartal 2026 einen Anteil von 38,7 Prozent am Spot-Volumen der zehn gr\u00f6\u00dften zentralisierten B\u00f6rsen kontrollierte und Coinbase im ersten Quartal 2026 einen Anteil von 8,6 Prozent am gesamten Kryptohandelsvolumen meldete.<\/p>Payward baut die Plattform \u00fcber Kraken hinaus aus<\/strong><\/h2><\/span>
Ein gemeinsamer Ledger und vier Gesch\u00e4ftss\u00e4ulen<\/strong><\/h2><\/span>

Sethi und Architect Partners sehen eine neue Infrastruktur-Ebene<\/strong><\/h2><\/span>
Vom B\u00f6rsenwettbewerb zur Finanzinfrastruktur<\/strong><\/h2><\/span>