{"id":203036,"date":"2026-09-25T15:18:50","date_gmt":"2026-09-25T14:18:50","guid":{"rendered":"https:\/\/cryptonews.com\/de\/news\/zero-knowledge-proofs-datensparsames-kyc\/"},"modified":"2026-09-25T15:38:05","modified_gmt":"2026-09-25T14:38:05","slug":"zero-knowledge-proofs-datensparsames-kyc","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cryptonews.com\/de\/news\/zero-knowledge-proofs-datensparsames-kyc\/","title":{"rendered":"Zero-Knowledge-Proofs sollen KYC datensparsamer machen"},"content":{"rendered":"
Die scheidende SEC<\/strong>-Kommissarin Hester Peirce fordert eine Abkehr von der fl\u00e4chendeckenden Sammlung pers\u00f6nlicher Daten im Rahmen von KYC- (Know Your Customer) und AML-Vorschriften (Anti-Money-Laundering). Statt Name, Einkommen oder Adresse bei jedem Finanzinstitut zu hinterlegen, sollen kryptografische Nachweise ausreichen, die lediglich best\u00e4tigen, dass eine Voraussetzung erf\u00fcllt ist \u2013 ohne die zugrunde liegenden Daten offenzulegen. Ein bereits beschlossenes Regelwerk ist das noch nicht, aber ein klarer regulatorischer Impuls aus dem Innern der US-B\u00f6rsenaufsicht.<\/p> Peirce sprach am Mittwoch auf der SIFMA Digital Assets Conference in New York und brachte Zero-Knowledge-Proofs als technisches Werkzeug ins Spiel. Diese kryptografische Methode erlaubt es, eine Tatsache zu belegen, ohne die dahinterliegenden Informationen preiszugeben \u2013 etwa das Alter oder den Sanktionsstatus einer Person, ohne dass eine Gegenpartei Name, Einkommen oder Adresse erf\u00e4hrt.<\/p> Auf Basis attributbasierter Nachweise k\u00f6nnte ein Finanzinstitut so best\u00e4tigen lassen, dass ein Kunde eine bestimmte Voraussetzung erf\u00fcllt, ohne die vollst\u00e4ndigen Identit\u00e4tsdaten selbst zu speichern. Peirce forderte einen regulatorischen Rahmen, der genau solche Nachweise erm\u00f6glicht und f\u00f6rdert. Bemerkenswert ist der Zeitpunkt: Ihr Auftritt fiel in ihre eigenen Worten in die \u201evorletzte Woche“ als SEC-Kommissarin, was der Rede zus\u00e4tzliches Gewicht als Abschlusspositionierung verleiht.<\/p> Peirce stellte die Grundannahme des aktuellen Systems infrage: dass das Sammeln m\u00f6glichst vieler Informationen \u00fcber m\u00f6glichst viele Menschen dabei helfe, Kriminelle innerhalb der gesetzestreuen Mehrheit zu identifizieren. Sie beschrieb das Ergebnis als immer gr\u00f6\u00dfere Datenberge, in denen die gesuchte Nadel eher schwerer als leichter zu finden sei, und warnte vor \u201eDatenmaximalisten“, die grunds\u00e4tzlich davon ausgehen, mehr Sammlung sei automatisch besser.<\/p> Der Hintergrund ist konkret: Der Fintech-Anbieter Revolut hatte j\u00fcngst nach einer betr\u00fcgerischen beh\u00f6rdlichen Datenanfrage P\u00e4sse und vollst\u00e4ndige Bitcoin-Transaktionshistorien von Kunden offengelegt, w\u00e4hrend der Hardware-Wallet-Hersteller Trezor Sicherheitsverletzungen bei einem Drittanbieter erlitt, die zehntausende Kunden betrafen und sp\u00e4ter Phishing-Angriffe befeuerten. Solche Leaks verst\u00e4rken die Furcht vor sogenannten Wrench Attacks, bei denen Kriminelle Krypto-Besitzer physisch angreifen, deren Verm\u00f6gen und Identit\u00e4t durch gestohlene Daten sichtbar geworden sind \u2013 ein Risiko, das auch im Kontext des grenz\u00fcberschreitenden Austauschs von Kryptodaten<\/a> zunehmend diskutiert wird.<\/p> Als Alternative schlug Peirce vor, regulierten Unternehmen den R\u00fcckgriff auf vertrauensw\u00fcrdige Drittanbieter zur Identit\u00e4tspr\u00fcfung zu erleichtern, statt dass jedes Institut dieselben sensiblen Datens\u00e4tze eigenst\u00e4ndig kopiert und \u00fcber Dutzende Stellen verteilt speichert.<\/p> Wichtig f\u00fcr die Einordnung: Peirces \u00c4u\u00dferungen sind eine pers\u00f6nliche politische Position, keine Regelverk\u00fcndung. Die bestehenden KYC- und AML-Pflichten f\u00fcr Broker-Dealer bleiben zun\u00e4chst unver\u00e4ndert, und ihr Ansatz w\u00fcrde auch nicht automatisch jede Identit\u00e4tspr\u00fcfung oder Transaktions\u00fcberwachung ersetzen. Das Thema ist bei Peirce nicht neu \u2013 sie hatte einen \u00e4hnlichen Vorsto\u00df bereits auf einer Blockchain-Konferenz im August 2025 vorgetragen.<\/p>Peirce will KYC mit weniger pers\u00f6nlichen Daten erm\u00f6glichen<\/strong><\/h2><\/span>

Warum Peirce die KYC-Datensammlung kritisiert<\/strong><\/h2><\/span>

Ein Vorschlag, keine \u00c4nderung der KYC-Regeln<\/strong><\/h2><\/span>