{"id":200229,"date":"2026-08-09T16:00:00","date_gmt":"2026-08-09T15:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/cryptonews.com\/de\/news\/ripple-mica-genehmigung-xrp\/"},"modified":"2026-08-09T16:00:00","modified_gmt":"2026-08-09T15:00:00","slug":"ripple-mica-genehmigung-xrp","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cryptonews.com\/de\/news\/ripple-mica-genehmigung-xrp\/","title":{"rendered":"Ripple erh\u00e4lt MiCA-Genehmigung \u2013 XRP-Kurs bleibt unter Druck"},"content":{"rendered":"
Ripple hat am 23. Juni von der Luxemburger Finanzaufsicht CSSF eine vorl\u00e4ufige Genehmigung als Crypto Asset Service Provider (CASP) unter der EU-Verordnung MiCA (Markets in Crypto-Assets) erhalten. Der Markt reagiert darauf bislang nicht positiv: XRP notiert bei 1,06 US-Dollar und damit acht Prozent unter dem Niveau der Vorwoche.<\/p>
Gr\u00fcnes Licht acht Tage vor der Frist<\/strong><\/p> Die Genehmigung kam laut Ripple in Form eines sogenannten Green Light Letter, nur acht Tage vor dem harten Stichtag am 1. Juli 2026. Ab diesem Datum versto\u00dfen nicht lizenzierte Krypto-Firmen in der EU gegen die MiCA-Vorgaben, was den regulatorischen Druck auf Wettbewerber erh\u00f6ht. Die CASP-Lizenz erg\u00e4nzt Ripples bestehende Lizenz als Electronic Money Institution (EMI) und soll europ\u00e4ischen Banken sowie Fintechs erstmals den Zugang zur gesamten Zahlungsinfrastruktur des Unternehmens \u00fcber eine einzige Integration erm\u00f6glichen.<\/p> Zwei Tage nach der MiCA-Genehmigung folgte der n\u00e4chste Schritt: Gemeinsam mit der SBI Group startete Ripple seinen Stablecoin RLUSD in Japan, nachdem die japanische Finanzaufsicht JFSA (Financial Services Agency) gr\u00fcnes Licht gegeben hatte. RLUSD l\u00e4uft dort \u00fcber SBI VC Trade und wurde als elektronisches Zahlungsinstrument unter dem japanischen Payment Services Act eingestuft, zug\u00e4nglich f\u00fcr institutionelle wie private Nutzer. Die Marktkapitalisierung des Stablecoins liegt aktuell bei 1,7 Milliarden US-Dollar.<\/p> <\/span><\/p> Regulatorischer Fortschritt und Kursentwicklung laufen bei XRP derzeit auseinander. W\u00e4hrend Ripple auf zwei Kontinenten Lizenzen und Zulassungen einsammelt, bleibt der Preisdruck bestehen. Ein Blick auf die US-Gesetzgebung liefert eine m\u00f6gliche Teilerkl\u00e4rung: Der CLARITY Act, der die regulatorische Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr Digital Assets in den USA kl\u00e4ren soll, sah seine Senatschancen von 74 auf 48 Prozent fallen.<\/p> Auch die Kapitalfl\u00fcsse zeichnen ein durchwachsenes Bild. Sieben Spot-XRP-ETFs (Exchange Traded Funds) in den USA verwalten zusammen 990 Millionen US-Dollar, die kumulierten Zufl\u00fcsse seit November 2025 belaufen sich auf 1,43 Milliarden US-Dollar. Das ist solide, reicht aber offenbar nicht aus, um den Abw\u00e4rtsdruck der vergangenen Woche zu kompensieren.<\/p> <\/span><\/p> Die Kombination aus MiCA-CASP- und EMI-Lizenz verschafft Ripple einen klaren strukturellen Vorteil: Von den urspr\u00fcnglich mehr als 1.200 Krypto-Anbietern in der EU haben bislang nur rund 210 den vollen CASP-Status erreicht, wodurch sich die Auswahl f\u00fcr Banken und Zahlungsdienstleister sp\u00fcrbar verengt. F\u00fcr XRP als Token bleibt der Hebel jedoch indirekt, da die Kryptow\u00e4hrung prim\u00e4r f\u00fcr Transaktionsgeb\u00fchren und Reserveanteile auf dem XRP Ledger genutzt wird.<\/p> Werthaltiger wird die Lizenz f\u00fcr XRP-Inhaber erst dann, wenn tats\u00e4chliche Zahlungsvolumina \u00fcber RLUSD oder vergleichbare Anwendungen in gro\u00dfem Ma\u00dfstab durch den Ledger laufen. Bis dahin bleibt die Rolle von Dollar-Stablecoins<\/a> in grenz\u00fcberschreitenden Zahlungsstr\u00f6men ein zentraler Faktor f\u00fcr die Bewertung der Infrastruktur. Laut CoinDCX projiziert die XRP-Prognose f\u00fcr 2026 eine Spanne von 1,13 bis 1,19 US-Dollar, was angesichts der aktuellen Notierung bei 1,06 US-Dollar noch etwas Luft nach oben l\u00e4sst, aber keine Euphorie rechtfertigt.<\/p>Warum der Preis nicht mitzieht<\/strong><\/h2>
Infrastruktur-Vorteil versus Token-Wertsch\u00f6pfung<\/strong><\/h2>