{"id":198799,"date":"2026-07-17T21:30:28","date_gmt":"2026-07-17T20:30:28","guid":{"rendered":"https:\/\/cryptonews.com\/de\/?p=198799"},"modified":"2026-07-17T21:27:09","modified_gmt":"2026-07-17T20:27:09","slug":"scharfe-kritik-an-michael-saylor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cryptonews.com\/de\/news\/scharfe-kritik-an-michael-saylor\/","title":{"rendered":"Bitcoin News: CryptoQuant kritisiert Michael Saylor\u00a0"},"content":{"rendered":"

Zuletzt belastete ausgerechnet Strategy, die weltweit gr\u00f6\u00dfte b\u00f6rsennotierte Bitcoin-Treasury, zeitweise auch den BTC-Kurs. Nachdem das Unternehmen zun\u00e4chst 32 Bitcoin und sp\u00e4ter weitere 3.588 BTC f\u00fcr rund 216 Millionen US-Dollar ver\u00e4u\u00dfert hatte, reagierten Anleger nerv\u00f6s. Die Betr\u00e4ge waren im Verh\u00e4ltnis zum gesamten Bestand zwar \u00fcberschaubar, doch symbolisch bedeuteten die Verk\u00e4ufe einen Bruch mit der lange propagierten Akkumulationsstrategie. <\/p>

Im ohnehin schwachen Markt l\u00f6ste dies Angst vor weiteren Verk\u00e4ufen aus. Anleger bef\u00fcrchteten, dass laufende Dividenden und Zinszahlungen Strategy k\u00fcnftig zu regelm\u00e4\u00dfigen Bitcoin-Liquidationen zwingen k\u00f6nnten. Genau diese Unsicherheit soll nun ein neues, klareres Regelwerk reduzieren.<\/p>

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Strategy ver\u00f6ffentlicht neues Digital Credit Capital Framework<\/h2><\/span>

Mit dem \u201eDigital Credit Capital Framework\u201c<\/a> will Strategy seine Finanzierung professioneller und flexibler steuern. Das Unternehmen entwickelt sich damit von einem nahezu reinen Bitcoin-Akkumulator zu einem aktiven Kapitalmanager. Der Bitcoin soll zwar das wichtigste Reserveverm\u00f6gen bleiben, darf k\u00fcnftig jedoch gezielt eingesetzt werden, um Liquidit\u00e4t zu sichern und finanzielle Verpflichtungen zu erf\u00fcllen. <\/p>

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Ein zentraler Bestandteil ist eine US-Dollar-Reserve von rund 2,55 Milliarden US-Dollar. Diese darf grunds\u00e4tzlich nur f\u00fcr Dividenden auf die verschiedenen Vorzugsaktien sowie f\u00fcr Zinsen auf bestehende Schulden verwendet werden. Strategy will jederzeit mindestens zw\u00f6lf Monate dieser Verpflichtungen durch liquide Mittel abdecken. Aktuell reicht die Reserve rechnerisch f\u00fcr etwa 17,4 Monate. Zusammen mit genehmigten Bitcoin-Verk\u00e4ufen k\u00f6nnte die Abdeckung auf rund 25,9 Monate steigen.<\/p>

Daneben umfasst das Framework eine neue Dividendenpolitik f\u00fcr die Vorzugsaktie STRC. Der variable Dividendensatz wurde zun\u00e4chst auf zw\u00f6lf Prozent erh\u00f6ht und soll k\u00fcnftig monatlich anhand von Marktpreisen, Renditen, Kreditaufschl\u00e4gen, Bitcoin-Volatilit\u00e4t und verf\u00fcgbarer Liquidit\u00e4t \u00fcberpr\u00fcft werden.<\/p>

Zus\u00e4tzlich wurden R\u00fcckk\u00e4ufe von bis zu einer Milliarde US-Dollar f\u00fcr die verschiedenen Digital-Credit-Wertpapiere sowie weitere Aktienr\u00fcckk\u00e4ufe von bis zu einer Milliarde US-Dollar f\u00fcr MSTR genehmigt. Verkauft Strategy eigene Wertpapiere zu attraktiven Preisen, kann neues Kapital aufgenommen werden. Notieren sie dagegen deutlich unter ihrem angenommenen Wert, kann das Unternehmen sie zur\u00fcckkaufen.<\/p>

Der entscheidende Punkt ist jedoch das Bitcoin Monetization Program. Es erlaubt Strategy, BTC zu verkaufen, um bis zu 1,25 Milliarden US-Dollar f\u00fcr die Dollarreserve aufzubauen, Dividenden und Zinsen zu bedienen oder Aktien- und Anleiher\u00fcckk\u00e4ufe zu finanzieren. Verk\u00e4ufe sind allerdings nicht verpflichtend und bleiben von Marktbedingungen sowie der Bewertung des Managements abh\u00e4ngig.<\/p>

CryptoQuant fordert klare Regeln f\u00fcr K\u00e4ufe und Verk\u00e4ufe<\/h2><\/span>

CryptoQuant bewertet das neue Framework grunds\u00e4tzlich als sinnvolle Kurskorrektur. Die Analyseplattform erkennt an, dass Strategy damit erstmals explizit Liquidit\u00e4tsmanagement, Schuldendienst, Dividenden und m\u00f6gliche Bitcoin-Verk\u00e4ufe miteinander verbindet. Dies reduziert das Risiko, dass das Unternehmen in einer angespannten Marktphase v\u00f6llig unvorbereitet reagieren muss.<\/p>

Dennoch geht das Modell CryptoQuant noch nicht weit genug. Der zentrale Kritikpunkt lautet, dass Strategy zwar verschiedene Instrumente benennt, aber weiterhin keine transparenten und systematischen Entscheidungskriterien ver\u00f6ffentlicht. Anleger erfahren somit, wof\u00fcr Bitcoin verkauft werden darf \u2013 jedoch nicht pr\u00e4zise, wann ein Kauf oder Verkauf tats\u00e4chlich ausgel\u00f6st wird.<\/p>

CryptoQuant fordert zun\u00e4chst ein regelbasiertes Modell f\u00fcr zuk\u00fcnftige Bitcoin-K\u00e4ufe. Strategy hatte in den vergangenen Jahren h\u00e4ufig auch zu hohen Kursen aggressiv akkumuliert. Dadurch liegen gro\u00dfe Teile der j\u00fcngeren K\u00e4ufe mittlerweile unter ihrem jeweiligen Einstandspreis. Bereits vor Ver\u00f6ffentlichung des Frameworks hatte CryptoQuant deshalb empfohlen, neue K\u00e4ufe vor\u00fcbergehend zu pausieren und zun\u00e4chst die Liquidit\u00e4tsreserve zu st\u00e4rken. <\/p>

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CryptoQuant said Michael Saylor's Strategy still needs clearer rules for when to buy and sell bitcoin.

"The Digital Credit Capital Framework is a genuine course correction," CryptoQuant said. "To complete that shift, Strategy still needs to define two things: a systematic model\u2026
pic.twitter.com\/Ic51XGaqdA<\/a><\/p>— The Block (@TheBlockCo) July 17, 2026<\/a><\/blockquote>